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Performance von Camilo Mejía Cortés

Die Performance VAIVÉN des multidisziplinären Künstlers Camilo Mejía Cortés ist als Einladung konzipiert, einen espacio manglaroso, einen mangrovenartigen Ort, zu betreten und zu bewohnen. Er dient als spiritueller und zeitübergreifender Rahmen zum Zuhören, Erinnern, Begehren und Tanzen.

Der spanische Titel bedeutet „Schwingen“ und spielt auf die Dynamik von Körper und Seele an – auf ihre Un-Ruhe und ihre verkörperte Sinnlichkeit – wie Wellen und Materie, die kommen und gehen. Mejía Cortés schlägt eine Übung in imaginativer Erinnerung vor, die Dekonstruktion von Nostalgie und deren Umwandlung in Text, Bewegung und Gesang. In VAIVÉN greift er das populäre Archiv der Salsa und die damit verbundene Vorstellungswelt Schwarzer Stadtviertel und ihrer Diasporas auf. Damit durchquert die Arbeit ein verwobenes Ökosystem, in dem sich die Straßen von Cali und die Geschichten des kolumbianischen Pazifiks mit Körpern, Klängen und Erinnerungen zu einem hierarchielosen Miteinander verflechten.

Der Taktgeber dafür ist die Salsa selbst: ein Tanz, ein Musikgenre, eine Lebensweise und eine Kultur, in der Begehren und Mysterium neben Erfahrungen des Schwarzseins, der Migration und der sexuellen Dissidenz bestehen.

Mejía Cortés ortsspezifisch an das Angie Stardust Foyer des HKW angepasste Performance präsentiert die Salsa und ihr Schwingen, ihr vaivén, als eine überlieferte Technologie der Re-Existenz. Diese vom Künstler vorgeschlagenen Strategien entstammen den Traditionen der Marronage, einem Begriff, mit dem ursprünglich die Befreiung aus der Versklavung beschrieben wurde, und der heute den fortdauernden Einsatz für Antirassistismus und Antikolonialismus bezeichnet.

  • Teil von Bwa Kayiman: Crossing the Mangrove.

Anwesend während der Performance: Camilo Mejía, Su Madre Leydi Cortés, Su Padre Jhonny Mejía, Su Tía Luz Dary Cortés, Su Primera Pareja De Salsa Paola, Sus Amigos Salseros, Cheo Feliciano, Celia Cruz, La Lupe, La Banda Sonora De La Infancia, Eleggua, Papá Oggún, Mi Padrino Morandy Puig Y Mi Madrina Gretel, Siete Rayos, Yemaya Y Las Muertas Cimarronas

  • Konzept und Regie: Camilo Mejía
  • Choreographie: Camilo Mejía und José Ramón Hernández
  • Text und Dramaturgie: José Ramón Hernández
  • Dramaturgische Beratung: Nicole Geertruida
  • Lichtdesign: Pier Gallen
  • Szenografie: Špela Tušar
  • Kostümdesign: Patricia Mokosi
  • Musik und Ton: Clay Chénière
  • Ausführende Produktion: Anaku
  • Ko-Produktion: Beursschouwburg, Viernulvier, Kustenwerkplaats, Theater Rotterdam, Festival Dias Da Dança
  • Mit Unterstützung von: Stuk, Brakke Grond, & The Flemish Community Commission
  • Ort: Angie Stardust Foyer
  • Auf Englisch und Spanisch

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