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Derzeit wird viel von einem „Frauenboom“ in der lateinamerikanischen Literatur gesprochen. Tatsächlich – und diese Wahrnehmung geht über den Kontinent hinaus – scheinen Romane, Erzählungen und Essays von Frauen die Regale und Schaufenster der ganzen Welt zu dominieren. Und doch kommt es bei sozialen Kämpfen häufig vor, dass, sobald erste Erfolge erzielt werden, die Kräfte des Marktes und private Interessen auf den Plan gerufen werden. So wird das Schreiben von Frauen zu einem ständigen Streitfeld:


Angesichts der homogenisierenden und normierenden Kräfte des Marktes, die nur Klischees hervorbringen, reagieren die Autorinnen aus ihrer persönlichen und individuellen künstlerischen Praxis heraus. Sie fordern ihre Leser:innen dazu auf, die Illusion zu durchbrechen, um ihre Poetik in ihrer ganzen Komplexität schätzen zu lernen.


Brenda Navarro ist eine mexikanische Erzählerin, deren Geschichten sich mit Fragen des Geschlechts und der Migration befassen.

Carla Bessa ist eine in Berlin lebende brasilianische Dramatikerin und Erzählerin, die in beiden Sprachen schreibt. Ihr jüngster auf Deutsch erschienener Roman behandelt einen grausamen Gewaltakt in Rio de Janeiro.

Anke Stelling ist eine deutsche Romanautorin, die sich in einigen Texten mit Themen wie Mutterschaft und Fürsorge auseinandergesetzt hat.


Die Moderation übernimmt die Dichterin, Drehbuchautorin und Dramatikerin Giuliana Kiersz.



  • auf Spanisch und Deutsch
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