fünfte Ausgabe der Festivalreihe „PERFORM!“
In dem sie ein Ensemble aus sieben Tänzer:innen mit Hilfe von Seilen und Körpergurten an der Museumswand entlang schreiten ließ, stellte Brown mit einer einfachen aber radikalen Geste scheinbare Naturgesetze der darstellenden Künste in Frage. Während die virtuose Überwindung der vertikalen Schwerkraft im klassischen Ballett oft zum visuellen Höhepunkt wird, änderte Brown mit ihrer Rotation der Gravitationskräfte die Spielregeln – und stellt Fragen nach der Normierung von Bewegungsabläufen und ab welchem Punkt eine Bewegung zum Tanz oder zur Performance wird.
In der Neuen Nationalgalerie entfaltet „Walking on the Wall“ neue Bedeutungsebenen im Zusammenspiel mit der Glasfassade von Mies van der Rohe.
Trisha Brown (1936–2017) war eine der einflussreichsten Choreographinnen ihrer Zeit. Als Mitbegründerin des Judson Dance Theater trug sie bei zu einer Welle interdisziplinärer Kreativität, die für das New York der 1960er-Jahre prägend wurde. Brown schuf im Laufe ihrer Karriere mehr als 100 Choreographien und sechs Opern.
Ihre „Equipment Pieces" – darunter auch „Man Walking Down the Side of a Building“ (1970) – erweiterten den Tanzbegriff radikal um Fragen der Gravitation, des Alltagsraums.
PERFORM! 2026
Das 5. Performance Art Festival der Neuen Nationalgalerie
PERFORM! wird kuratiert von Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie, mit Lisa Botti, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie und Gregor Quack, Volkswagen Group Curator.
- Die American Academy in Berlin ist Partner von PERFORM! 2026.
Ort: Terrasse Neue Nationalgalerie
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