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Ukrainian Documentary Performance

Sour and Sweet ist ein dokumentarisches, performatives Monodrama, das die Geschichte der Bewohner:innen des kleinen Dorfes Kysliwka (Charkiv Oblast, Ukraine) schildert. Dieses wurde zwischen 2022 und 2024 durch die russische Armee vollkommen zerstört. Sour and Sweet stellt so einen Versuch dar, die Erinnerung an Kysliwka zu erhalten.

Das Textbuch des Stücks basiert auf Interviews mit den ehemaligen Bewohner:innen von Kysliwka, die - zur Flucht gezwungen - jetzt in verschiedenen Ländern der Welt (der Tschechischen Republik, Kanada, Deutschland, den USA und in Großbritannien) oder anderen Städten der Ukraine leben.

Im Entwicklungsprozess des Monodramas wurden Techniken des Devised Theatre und des Physical Theatre genutzt. Ziel der Macher:innen war es auch, innerhalb ihrer Arbeit die Frage nach der Relevanz von Kunst in Zeiten menschlicher Massentragödien aufzuwerfen.

Das freie Theater GAS wurde 2022 von den Schauspielern:innen Sofia Onishchenko, Daria Bogdan und Vasylyna Martsenyuk gegründet, nachdem diese durch die russische Invasion der Ukraine gezwungen worden waren, nach Polen zu fliehen.

Der Name der Gruppe stammt aus der gleichnamigen Inszenierung von Les Kurbas, eines ukrainischen Regisseurs und Wegbereiters der Periode der „exekutierten Renaissance“. GAS wurde (2022/23) vor genau 100 Jahren, 1923 in Charkiv uraufgeführt.

Außerdem spielt der Name der Gruppe auf die Öl- und Gasvorkommen in der Ostukraine, insbesondere in den Regionen Charkiv, Donezk und Luhansk, an, die einen der Hauptgründe für die russische Invasion darstellen.

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