Friedrich Greiling aka FreeDaRich aka Mittekill mischt die Clublandschaft schon seit Anfang des Jahrtausends mit Techno-Blues, Elektro-Chansons und Punk-House auf. Brachiale Eleganz, kompromisslose Diversität und hypnotische Dynamik prägen seine Musik. Sie ist der fliegende Teppich für seine rebellische Prosa, mit der er die Zustände unserer Zeit verzweifelt bis augenzwinkernd aufs Korn nimmt. Mittekill macht das Unbehagen irgendwo zwischen Pathos, Pose und Posse und stets mit sattem Sound dem Tanzboden gleich, nur um uns im nächsten Moment mit einer Klavierballade ganz woanders abzuholen.
Der Mittekill-Moment entsteht da, wo sich in die Paranoia ein feiner Humor hinein fräst, der mittels lustvoller Reimtechnik, Wortschöpfung und -verdrehung den Stumpfsinn überstrahlt.
Es knistern Hingabe, Fantasie und Stilbewusstsein. Handverlesene Elektronik und Dosen-Sounds werden so bearbeitet, dass jedes Teilchen, jeder Beat seinen Platz gefunden hat im Frequenz-Spektrum der Mittekill-Weltanschauung. Subtil ausdifferenzierte Klangbeispiele werden konterkariert von schepperndem Elektropunk, der seinerseits ausgetrieben wird vom Chanson am Piano.
Am Ende fügt sich alles zusammen zu einem Bild, einem schillernden Gesamtding. Hören wir endlich auf, unsere Zeit der Wirtschaft zu widmen. Bei Mittekill ist die Minute mehr wert als 60 Sekunden.
Pre- & Post-Show DJ: Die Julias
Julia Wilton (Pop Tarts, Das Bierbeben) singt und spielt Bass. Ergänzt wird sie von Julia Krummhauer, die an den Keyboards den Sound verdichtet und Background singt. Die Songs entstehen gemeinsam.
Hier trifft die visionäre Obsession eines Werner Herzog auf die subversive literarische Kante des MÄRZ Verlags. Die Julias liefern den ultimativen Soundtrack zum radikalen, unbeirrten Älterwerden. Wie sich das anfühlt? Ungefähr so, als würde man mit einer brennenden Zigarette und einer Schale Pommes in der Hand der Welt beim Untergehen zuschauen.
Musikalisch bedienen sich die beiden gnadenlos und stilsicher aus der popkulturellen Schatztruhe der 60er, 70er und 80er Jahre. Das Ergebnis ist eine schillernde Melange, die einerseits vertraut aus den Boxen rauscht wie das Nachmittagsprogramm auf Radio 88,8 und andererseits die surreale, mörderische Hitze eines völlig aus dem Ruder gelaufenen Trips nach Acapulco in sich trägt.
Zusätzliche Informationen
Informationen zur Barrierefreiheit
Vor Ort stehen zwei Parkplätze für Menschen mit Behinderungen (entsprechender Parkausweis nötig) zur Verfügung.
Der THF TOWER ist vollständig barrierefrei.
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