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Artist Talk mit Göksu Kunak

Simulakren, Seifenopern und Opfer: Ein Künstlergespräch mit Göksu Kunak im Gespräch mit Léon Kruijswijk.

Göksu Kunak, beeinflusst von der arabesken Kultur, der Spätmoderne und orientalistischen Diskursen, untersucht in ihren Performances und Installationen kritisch Prozesse der Selbstorientalisierung sowie Strategien der Tarnung, Selbstzensur und spekulativen Fiktion. In ihren Werken zeugen die kraftvollen und hyperrealistischen Bewegungen von Bodybuildern, Pole-Dancern und Kletterern – neben anderen Motiven – von Kunaks Auseinandersetzung mit Chronopolitik und hybriden Textformen, mit denen sie die performativen Sprachen des zeitgenössischen Lebens erforscht.

Erleben Sie Kunak und Kurator Léon Kruijswijk im Gespräch über Kunaks anhaltendes Interesse an Simulakren und dem Begriff des „Crashs“ sowie über das Zusammenspiel von kinetischer Skulptur, Spektakel, Unterhaltung und türkischen Seifenopern.

Ihre Ausstellung „REMAINS“ wird im Rahmen des Gallery Weekend Berlin in der Galerie Ebensperger eröffnet; außerdem gibt es eine Vorschau auf eine neue Produktion, die sich mit Opferritualen auseinandersetzt.

Göksu Kunak (geb. 1985 in Ankara) ist Künstlerin, Forscherin und Autorin und lebt in Berlin. 2025 wurde Kunak mit dem Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin in der Kategorie Darstellende Kunst ausgezeichnet. Zuletzt konzentrierte sich Kunak auf partiturbasierte Performances und Installationen, die den Körper als Simulakrum und skulpturales Objekt untersuchen, mit besonderem Augenmerk auf Muskulatur, Stärke und Verkörperung.

Ihre Arbeiten wurden international in Institutionen und auf Plattformen wie der Performa Biennale in New York, der Neuen Nationalgalerie Sophiensaele und dem Neuen Berliner Kunstverein in Berlin, dem deSingel Arts Center in Antwerpen und dem Kaaitheater in Brüssel präsentiert.

Kunak wurde 2025 mit dem Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin in der Kategorie Darstellende Kunst ausgezeichnet. Seit Mitte 2025 ist Léon Kruijswijk (geb. 1989 in den Niederlanden) Performance-Kurator am Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean. Dort kuratierte er eine große Retrospektive von Simon Fujiwara sowie das Performance-Programm „A Journey“. Dieses umfasst Installationen und Live-Performances von Ivan Cheng, Sojung Jun, Mohamed Toukabri und SERAFINE1369. Vor seiner Tätigkeit am Mudam war er Kurator am KW Institute for Contemporary Art in Berlin. Dort kuratierte er groß angelegte Performances von Alexis Blake, Michele Rizzo und Billy Bultheel & James Richards.

Außerdem war er (Co-)Kurator von Ausstellungen mit BLESS, Coco Fusco, Luiz Roque, Sung Tieu, Oraib Toukan und Miloš Trakilović. Als freiberufliche Kuratorin und Autorin kuratiert Kruijswijk seit 2024 gemeinsam mit Joel Valabrega die Sektion „Present Future“ der Kunstmesse Artissima in Turin. Kruijswijk arbeitet regelmäßig mit Göksu Kunak zusammen und hat für verschiedene Kunstplattformen und Künstlerpublikationen geschrieben.

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