Jetzt wird ihr Werk wiederentdeckt: ein außergewöhnlicher Nachlass-Fund.
Eine Künstlerin wie eine Erscheinung
Dass Senta Minzlaff heute neu entdeckt werden kann, verdankt sie einem außergewöhnlichen Fund.
Der Berliner Kunstsammler Dr. Wolfgang Etterich stieß bei einem Nachlassverwerter zufällig auf einen wesentlichen Teil ihres Werks.
Aus einem beinahe verlorenen Konvolut trat ein geschlossenes, überraschend gegenwärtiges Oeuvre hervor.
Diese Wiederentdeckung ist mehr als die Geschichte eines glücklichen Zufalls.
Sie macht sichtbar, wie leicht das Werk von Künstlerinnen aus Sammlungen, Archiven und dem öffentlichen Gedächtnis verschwinden kann – selbst wenn sie zu Lebzeiten ausstellten, in Künstlerinnenverbänden aktiv waren und eine unverwechselbare künstlerische Sprache entwickelten.
Wiederentdeckung wird zur kunsthistorischen Verantwortung:
Werke aufspüren, sichern, erforschen und zeigen – und Künstlerinnen wie Senta Minzlaff ihren Platz in der Kunstgeschichte zurückgeben.
Die Farbenlust, der expressive Duktus und die Themen der Künstlerin Senta Minzlaff (1909-1999) stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung.
Ihr expressionistischer Malstil machen Senta Minzlaff zu einer Leitfigur der 1960er Jahre in Berlin.
Minzlaffs Bilder sprengen die Grenze zwischen beobachteter Wirklichkeit und entfesselter Fantasie.
Leuchtende Komplementärfarben, expressive Figuren, Tiere, Gärten, Reisebilder und traumartige Wesen verdichten sich zu einer Bildwelt von großer sinnlicher Präsenz.
Seit den frühen 1960er Jahren entwickelte sie eine freie, vom Gegenstand gelöste Farbigkeit, die Tendenzen des späteren Neoexpressionismus und der Neuen Wilden vorwegnimmt.
Öffnungszeiten
- 24. Oktober - 8. November 2026, 14 - 18 Uhr
- Montags geschlossen
Vernissage
- Freitag, 23. Oktober 2026, 19 Uhr
Finissage
- Freitag, 6. November, 19 Uhr
- Live Music mit Myles.Kooper