Nischal Khadka and Merel Maan Galama
Merel Maan Galama wuchs in den Niederlanden auf und konnte dort beobachten, wie Wasser durch gestaltete Landschaften gelenkt wird, die jahrhundertelang von Überschwemmungen geprägt worden sind. Vor diesem Hintergrund taucht die Arbeit von Khadka und Galama tief in unterschiedliche Wasserlandschaften ein und stellt die Flusskosmologien des Himalaya den regulierten Wassersystemen Hollands gegenüber.
Die von dem Duo gesammelten Feldaufnahmen von Gräben, Kanälen, Flüssen, Schwemmland, Pumpen, Schleusen und versunkenen Umwelten enthüllen, wie das Zuhören auf die Spannungen zwischen Koexistenz und Kontrolle aufmerksam machen kann.
Im Zuge ihrer Feldforschungen tauchte eine Wasserkreatur auf – als Eindringling verdammt, als aggressiv charakterisiert und als zerstörerisch gebrandmarkt. Seine Präsenz wird mit schweren ökologischen Schäden in Verbindung gebracht. Die Arbeit nähert sich diesen Zuschreibungen jedoch aus der imaginierten Perspektive der Kreatur und bewegt sich zwischen Fakt und Fiktion, um Wasser als eine lebendige Relation in Bewegung zu erkunden.
Sacred Ecohydrology ist eine kollektive Hörerfahrung, in der Wasser mehr ist als bloße Ressource.
Indem sie Ambientklänge, Geschichten, und live erzeugte akustische Interventionen mit Himalaya-Gongs und -Becken kombinieren, versuchen die Künstler:innen, Wasser als einen kollaborativen Partner zu verstehen, als Träger von Erinnerungen, Geschichten und Wissensformen, die die zu seiner Kontrolle entworfenen Systeme unablässig transzendieren.
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