seeing sound, hearing time
„Ryuichi Sakamoto. seeing sound, hearing time“ zeigt sieben Werke in fünf großformatigen Installationen und eröffnet zur Berlin Art Week. Die Ausstellung rückt die Schnittstelle von Klang und Kunst ins Zentrum, die seit seiner Gründung vor 30 Jahren ein Markenzeichen des Hamburger Bahnhof ist.
Der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart zeigt auf rund 1.500 Quadratmeter in den Rieckhallen sieben Werke in fünf großformatige Installationen des Komponisten und Künstlers Ryuichi Sakamoto.
„IS YOUR TIME“ (2017), in der ein durch den Tsunami 2011 zerstörtes Klavier zum Objekt für Klänge wird, beruht auf digital umgewandelten seismologischen Daten von Erdbeben weltweit in Echtzeit. Weitere Installationen sind ausgehend von seinem Album „async“ (2017) in enger Kooperation mit dem Künstler Shiro Takatani und dem Filmmacher Apichatpong Weerasethakul entstanden. Zwei Filme von Carsten Nicolai in der Ausstellung verwenden Musik des letzten Albums „12“ von Sakamoto, ein Klangtagebuch, das er 2021 bis 2022 aufgenommen hat.
Über den Künstler
Ryuichi Sakamoto (1952-2023) war ein Komponist, Produzent und Künstler, geboren in Tokio. 1978 debütierte er mit dem Album „Thousand Knives“ und war Mitbegründer der legendären Techno-Gruppe Yellow Magic Orchestra. Sein vielfältiges Schaffen umfasst Popalben, viele klassische Werke, zwei Opern und fast 45 Original-Film- und TV-Soundtracks. Für seine Filmmusik erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen, darunter einen Oscar, zwei Golden Globes und einen Grammy. Auch in der Kunstwelt war Sakamoto aktiv: Seine Arbeiten wurden weltweit in Museen gezeigt (Seoul, 2018; Peking, 2021; Chengdu, 2023–2024; Tokio, 2024–2025; Phuket, 2026; Hong Kong 2026). Als Aktivist engagierte er sich jahrzehntelang für Umweltschutz und Weltfrieden. Er gründete die Organisation „more trees“ zur Waldrettung und das „Tohoku Youth Orchestra“, um die Opfer des Tohoku-Erdbebens durch Musik zu unterstützen. Sakamoto starb am 28. März 2023.
Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof.
2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus.
Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13.–15.11., an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist.
Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhof, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano.
Die Ausstellung wird kuratiert von Ingrid Buschmann, Kuratorin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart zusammen mit Sachiko Namba, Kuratorin, Tokio.
- In enger Zusammenarbeit mit KAB Inc./KAB America Inc. und Dumb Type Office Ltd.
- Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e.V.
- Gefördert durch EU-Japan Fest Japan Commitee und Agency for Cultural Affairs, Government of Japan
- Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin
Zusätzliche Informationen
- Di: 10:00 - 18:00 Uhr
- Mi: 10:00 - 18:00 Uhr
- Do: 10:00 - 20:00 Uhr
- Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
- Sa: 11:00 - 18:00 Uhr
- So: 11:00 - 18:00 Uhr
- Mo: geschlossen

