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mit Gautier Capuçon

„Azinheira“ – das portugiesische Wort für die altehrwürdige Steineiche – steht über einer Komposition von Hannah Eisendle aus dem Jahr 2024. Gerade in Portugal, wo die wiederkehrenden Dürresommer zunehmend von verheerenden Waldbränden begleitet werden, gewinnt das jährliche Erwachen der Natur eine Bedeutung, die weit über das Bildhafte hinausweist.

Von Schönheit und Liebe erzählt auch Edward Elgars großes Cellokonzert aus dem Jahr 1919. Nur ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs gelingt es dem 62-jährigen Komponisten, in einer Haltung reifer Gelassenheit und tiefer Menschlichkeit zentrale Werte des Daseins musikalisch zu beschwören.

Richard Strauss hingegen wurde vorgeworfen, zwanzig Jahre zuvor mit seiner Tondichtung „Ein Heldenleben“ vor allem sich selbst verherrlicht zu haben. Doch bei genauerem Hinhören zeigt sich hinter der vermeintlichen Selbstinszenierung ein feiner Sinn für Ironie: Aus dem angeblichen „Maulheldenleben“ wird ein vielschichtiges Spiel mit dem eigenen Mythos. Zum Glück.

Besetzung

  • Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
  • Sir Mark Elder, Dirigent
  • Gautier Capuçon, Violoncello

Programm

  • Hannah Eisendle „Azinheira“ für Orchester
  • Edward Elgar Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85
  • Richard Strauss „Ein Heldenleben“ - Tondichtung für großes Orchester op. 40
Zusätzliche Informationen
Termine
Januar 2027
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