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mit Johan Dalene

Masken können heitere Verkleidungen sein oder lebensrettende Narrenkappen – oft verbergen sie etwas, das im Verborgenen bleiben soll. Bei Anna Clyne jedoch führt die Maske nicht hinters Licht: Ihre Komposition aus dem Jahr 2013 wurde von den Londoner Vergnügungsgärten des 18. Jahrhunderts inspiriert und entfaltet sich als kurzes, ausgelassenes Spiel aus Tanz und Musik.

Ganz anders verhält es sich mit Dmitri Schostakowitschs 5. Sinfonie. Die scheinbar unbeschwerte, pausbäckige Fröhlichkeit wirkt brüchig, beinahe erzwungen. Hinter dem vermeintlichen Triumph verbirgt sich ein existenzieller Überlebenskampf: Mit diesem Werk gelang es dem Komponisten, sich während der stalinistischen Repressionen künstlerisch zu behaupten. So muss die Schlussapotheose klingen – nicht wie echter Jubel, sondern wie ein wütender, unfreiwillig herausgepresster Triumph.

Als ihren liebsten Komponisten bezeichnen viele Amerikaner Samuel Barber – nicht allein wegen seines berühmten Adagios für Streicher. Sein Violinkonzert, eines der herausragenden Werke des Violinkonzert-Jahrzehnts der 1930er-Jahre, berührt mit schwelgerischem Ausdruck, innigen Melodien und Momenten von großer emotionaler Intensität.

Besetzung

  • Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
  • Marin Alsop, Dirigentin
  • Johan Dalene, Violine

Programm

  • Anna Clyne„Masquerade“ für Orchester
  • Samuel BarberKonzert für Violine und Orchester op. 14
  • Dmitri SchostakowitschSinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Saal, Steffen Georgi

Zusätzliche Informationen
Termine
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