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Mitten in einem nebligen Dunst steht eine Badewanne. Was sich darin befindet, ist zunächst unklar, doch langsam beginnt etwas daraus aufzutauchen. Finger tasten sich hervor, Wasser tropft aus langem Haar, das Reiben von Haut auf Acryl wird hörbar.


Coco Luna Watts' Soloarbeit Ripple (back in) nimmt das Publikum mit auf eine eindringliche Reise durch die Auseinandersetzung mit Weiblichkeit. In einer Performance, die lineare Rationalität hinter sich lässt.


Das Stück greift Fragmente kindlicher Unschuld auf und untersucht, wie diese Qualitäten im Prozess des Erwachsenwerdens und des Hineinwachsens ins Frausein verändert, verzerrt und vereinnahmt werden. Es stellt die Frage, wie sich Sanftheit bewahren lässt und wie sie in einer Welt, die zum Kämpfen auffordert, zu einer Form von Stärke werden kann.


Coco Luna beginnt, die uralte Erzählung der verletzten Weiblichkeit zu entfalten, und sucht nach einer Möglichkeit, mit dieser offenen Wunde zu leben und sich durch sie hindurchzubewegen. Nachdem vertraute weibliche Archetypen aufgebrochen wurden, setzt die Performance ihre Fragmente neu zusammen und entwirft ein anderes Bild – eines, das die Vielschichtigkeit weiblicher Kraft auf unerwartete Weise sichtbar macht.

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