Fast alle stammen aus der Zeit der Weimarer Republik und verbinden Einflüsse von Art Déco, Bauhaus, Kubismus und Konstruktivismus. Sie erzählen von Design ebenso wie vom Alltag und davon, wie moderne Kunst die häusliche Kaffeetafel eroberte.
Die Ausstellung beleuchtet den Siegeszug der Tortenplatte in Deutschland von den 1920er Jahren bis zu ihrem Höhepunkt um 1930. In dieser Zeit entwickelte sich das gemeinsame Kaffeetrinken zu Hause zu einem wichtigen sozialen Ritual der wachsenden Mittelschicht. Die sorgfältige gedeckte Tafel diente zur Selbstdarstellung und das Geschirr zeigte Ausdruck von Geschmack und Modernität.
Zugleich ermöglichten maschinelle Produktionsverfahren günstige Serienware. Die Keramikindustrie expandierte und entwickelte eine Vielzahl neuer Formen und Dekore. Insbesondere das farbenfrohe Spritzdekor, das mithilfe von Schablonen aufgetragen wurde, eröffnete vielfältige gestalterische Möglichkeiten.
So wurde die Tortenplatte vom Luxusobjekt zum erschwinglichen Alltagsgegenstand und zu einem Symbol moderner Konsumkultur.
Die gezeigten Werke stammen überwiegend aus der Sammlung von Fritz Zuschlag und Bodo Wieneke-Zuschlag, die 2022 als Schenkung in den Bestand des Bröhan Museums aufgenommen wurde.
Zusätzliche Informationen
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen
24. und 31.12. sowie Pfingstmontag geschlossen
1. Januar: 12 bis 18 Uhr