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Auf einer der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt ist das Schiff »Sea-Watch 5« unterwegs. Im zentralen Mittelmeer, an den Grenzen Europas. An Bord arbeiten Menschen, die ihr Leben der Rettung anderer widmen.



Zwischen Funkmeldungen, medizinischer Versorgung und nächtlichen Noteinsätzen begleitet sie in ihrem Alltag stets die eine Frage: Was bedeutet Verantwortung, wenn Hilfeleisten möglich, aber niemals genug ist? Während eines fünfwöchigen Einsatzes retten sie 156 Menschen aus Seenot und bringen sie im Hafen von La Spezia in Sicherheit.


Die beiden in Bologna ansässigen Theatermacher Enrico Baraldi und Nicola Borghesi waren mit an Bord des Schiffes, begleitet von ihren eigenen Fragen, Zweifeln und Widersprüchen. Inszeniert von Enrico Baraldi steht Nicola Borghesi zusammen mit fünf Menschen, die den beiden auf dem Schiff begegnet sind, auf der Bühne. Sie richten ihren Blick auf den Grenzbereich zwischen Recht und Wirklichkeit, humanitärem Anspruch und politischer Praxis. Und leuchten einen nach wie vor verdrängten dunklen Fleck des kollektiven Bewusstseins unseres Kontinents aus: die humanitäre Katastrophe im Mittelmeer – und was diese darüber verrät, was Europa zu sein vorgibt, was es nicht ist, und was es werden könnte.


KEPLER-452 ist ein italienisches Theaterkollektiv. 2015 in Bologna gegründet, erkundet die Gruppe in ihren theatralen Reportagen anhand unterschiedlichster Formate konkrete Erfahrungen sozialer Wirklichkeit auf der Bühne. Mit ihrer Produktion »Il Capitale – un libro che ancora non abbiamo letto« stellten sich beim FIND 2024 zum ersten Mal einem deutschen Publikum vor.


(Auf Italienisch, Spanisch, Portugiesisch mit deutschen und englischen Übertiteln)
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