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Eugen Onegin, ein junger Aristokrat, der völlig mit sich selbst beschäftigt zu sein scheint, ist des Großstadtlebens überdrüssig. Zusammen mit seinem guten Freund Lenski zieht es ihn daher aufs Land, wo die beiden gemeinsam Lenskis Verlobte Olga besuchen.

Staatsoper Unter den Linden Berlin
Staatsoper Unter den Linden Berlin © visitBerlin, Foto: Diana Häner

In der heilen Welt der Familie Larina begegnet Onegin der scheuen Tatjana, die ganz in die Lektüre ihrer Bücher vertieft ist. Das junge, schöne Mädchen verliebt sich augenblicklich in Onegin und gesteht ihm ihre Gefühle in einem glühenden Liebesbrief. Dieser weist das Bekenntnis voller Überheblichkeit zurück, zerreißt den Brief gar direkt vor ihren Augen. Als nächstes provoziert Onegin auch noch Lenski durch einen ausgelassenen Tanz mit dessen Verlobten Olga. Schließlich fordert Lenski seinen Freund zum Duell...

„Onegin“ ist eines der bewegendsten Handlungsballette des 20. Jahrhunderts. Mit einem unvergleichlichen Gefühl für unterschwellige Befindlichkeiten macht John Cranko sichtbar, was im Versroman „Eugen Onegin“ von Alexander Puschkin so meisterlich erzählt wird. Das Ballett erlebte seine Uraufführung 1965 in Stuttgart und befindet sich seit der Premiere 2003 im Repertoire des Staatsballetts Berlin.

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Zusätzliche Informationen
ERSTER AKT 1. Szene: Im Garten Madame Larinas Tatjana und Olga tanzen mit ihren Freundinnen. Ein altes Spiel wird gespielt: Wer in den Spiegel blickt, sieht den Geliebten. Bei der fröhlichen Olga bewahrheitet sich der Aberglaube, sie erblickt ihren Verlobten, den Dichter Lenski. Als ihre Schwester, die scheue Tatjana, in den Spiegel blickt, sieht sie Onegin, der – zu Besuch aus St. Petersburg – von seinem Freund Lenski in das Haus der Witwe Larina gebracht wird. Tatjana verliebt sich augenblicklich in ihn. Doch Onegin, gelangweilter Städter und zukünftiger Erbe eines reichen Landgutes, lässt die Gesellschaft seine Überlegenheit spüren, und auch Tatjana vermag seinen Hochmut nicht zu durchbrechen. 2. Szene: Tatjanas Schlafzimmer Tatjana schreibt einen Brief an Onegin, in dem sie ihrer schwärmerischen Liebe zu dem fast unbekannten Mann Ausdruck gibt. Über dem Geschriebenen eingeschlafen, blickt sie im Traum in ihren Spiegel: Onegin erscheint und erwidert ihre Liebe. ZWEITER AKT 1. Szene: Im Haus Madame Larinas Tatjanas Geburtstag wird gefeiert, und auch Lenski und Onegin nehmen an dem Fest teil. Ungeduldig wartet Tatjana auf ein Zeichen, mit dem Onegin auf ihren Brief antwortet. Durch ihre naive Offenheit gereizt, zerreißt Onegin den Brief vor ihren Augen und flirtet so skandalös mit ihrer Schwester Olga, dass der eifersüchtige, ahnungslose Lenski ihn zum Duell fordert. Auch Fürst Gremin, ein angesehener Freund des Hauses, kann das Drama nicht verhindern. 2. Szene: Ein verlassener Park Tatjana und Olga beschwören Lenski, auf das Duell zu verzichten. Auch Onegin ist zur Versöhnung bereit, scheint sein Unrecht zu ahnen. Doch der romantische Dichter ist zu tief getroffen. Vor Tatjanas Augen wird Onegin zu seinem Mörder. DRITTER AKT 1. Szene: Ballsaal des Fürsten Gremin Zehn Jahre sind vergangen. Tatjana ist die Frau des Fürsten Gremin geworden. Auf einem Ball, den der Fürst gibt, erscheint ein vom Leben enttäuschter Onegin. Als er Tatjana dort so unerwartet wiedersieht, wird ihm klar, dass er in ihr die einzige echte Liebe seines Lebens verschmäht hat. Die Bilder vetauschen sich: Die Fürstin Gremin wendet sich scheinbar überlegen von ihm ab. 2. Szene: Tatjanas Boudoir Onegin hat sich brieflich bei Tatjana angemeldet; diese will die Begegnung vermeiden, doch ihre Bitte an den sorglosen Gatten, sie an diesem Abend nicht allein zu lassen, bleibt vergeblich. Onegin kommt und offenbart ihr seine Liebe. Im Kampf mit ihren Gefühlen erkennt Tatjana, dass Onegins Einsicht zu spät kommt: vor seinen Augen zerreißt sie seinen Brief.
Teilnehmende Künstler
John Cranko (Choreographie und Inszenierung)
Elisabeth Dalton (Bühne und Kostüm)
Jane Bourne (Einstudierung)
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Staatskapelle Berlin
Termine
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