Maschinenhaus M1
Die Installation deutet Spuren einer Geschichte an und lässt Beziehungen zwischen den Charakteren erahnen, die von Feierlichkeit, Liebe, Trauer, Fürsorge und Ruhe geprägt sind. Stoffe und gefundene Materialien verleihen den Werken eine materielle Vielschichtigkeit.
Indem Freije die Zusammenhänge bewusst offenhält, eröffnet sie für das Publikum Raum für eigene Erfahrungen und individuelle Vorstellungen.
Bei der Produktion ihrer lebensgroßen Figuren fertigt Freije zunächst einen Abguss ihrer eigenen Hände und Füße aus Aluminium an. Ausgehend von den Füßen baut sie anschließend die Figuren nach oben hin auf, indem sie einzelne Metallstreifen zusammenschweißt – ähnlich wie beim Zeichnen einer Bleistiftskizze. Die Gesichter oder Gesichtsfragmente der Figuren sind Abgüsse von Menschen aus Freijes Umfeld, die eine besondere Bedeutung für sie haben. Meist dient eine Figur, die im Entstehungsprozess schon früh Gestalt annimmt, als Ankerpunkt der Gruppe. Um sie herum versammeln sich die übrigen Figuren, wodurch der Eindruck von gegenseitigem Vertrauen und Nähe entsteht. So verweist Freije auch auf das zutiefst menschliche Bedürfnis nach Gemeinschaft.
- Kuratorin: Laura Smith
Im Rahmen der Berlin Art Week 2026

