Die Ausstellung Mapping the Concrete zeigt einen Werkkomplex aus den Jahren 2021 bis 2025, in dem Ebel das Zusammenspiel von künstlerischer Praxis und philosophischem Denken untersucht. „Konkretheit“ erscheint hier nicht als feste Materialität, sondern als Beziehungsform: ein offener Zustand, in dem visuelle, gedankliche und räumliche Elemente gleichberechtigt nebeneinanderstehen.
Die zahlreichen Referenzen erklären nichts, sondern hinterlassen Spuren – sie verschieben die Wahrnehmung der Besucher:innen leise, aber nachhaltig. Im Zentrum der Ausstellung steht ein A2-Plan, der als methodische Karte dient. Statt einer klassischen Übersicht öffnet er einen Denkraum, in dem das Konkrete selbst kartiert wird: als Netz aus Beziehungen, Überlagerungen und möglichen Wegen durch die Ausstellung. Der Plan fungiert zugleich als Orientierungshilfe und visuelle Hypothese – als physische und gedankliche Landkarte eines Raums, in dem sich Kunst und Denken auf Augenhöhe begegnen.
Seit mehreren Jahren arbeitet der in Berlin lebende schweizerisch-deutsche Künstler Ivan Liovik Ebel eng mit der Philosophin Anne-Françoise Schmid zusammen, Mitbegründerin der internationalen Initiative der sogenannten „Nicht-Philosophie“.
2021 veröffentlichten sie gemeinsam das Buch Topographie discrète – ein experimentelles „Szenario für einen Text ohne Dimensionen“, das Kunst und Philosophie jenseits klassischer Disziplingrenzen zusammenführt.
Ivan Liovik Ebel (geb. 1983 in Neuchatel / CH) lebt und arbeitet in Berlin. Sein Studium schloss er ab mit dem Master in Contemporary Arts Practice an der Universität der Künste Bern. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, u.a.: Kunsthaus Langenthal (CH), Kunsthalle Bern (CH), Kunstmuseum Bern (CH), CACN Centre d’Art Contemporain de Nîmes (F), Neue Galerie, London (GB) und Bern (CH), Marks Blond Project, Bern (CH), ZQM Projektraum, Berlin (DE), Galerie Widmer Theodoridis, Zürich (CH), Annka Kultys Gallery, London (GB), Galerie Valérie Delaunay, Paris (F), Galerie 3000, Bern (CH), Espace Art & Essai, Rennes (F), Galerie du Griffon, Neuchatel (CH), Galerie Gilla Lörcher I Contemporary Art, Berlin (DE)