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zwei Soloprojekte, die die Schnittstelle zwischen Improvisation sowie klassischen und zeitgenössischen Musiktraditionen erforschen. Mit freundlicher Unterstützung der GEMA-Stiftung. GEMA-Stiftung

Zwei Soloprojekte, die die Schnittstelle zwischen Improvisation sowie klassischen und zeitgenössischen Musiktraditionen erforschen.

  • Mit freundlicher Unterstützung der GEMA-Stiftung.

PROGRAMM

Set 1:

Isabel Anders – „24 IMPROVISED PRÉLUDES"

Die Pianistin, Komponistin und Improvisatorin Isabel Anders präsentiert einen neuen Zyklus aus 24 improvisierten Préludien für Klavier solo.

Die Musik zeichnet sich durch einen deutlich kompositorischen Charakter aus und bewegt sich zwischen klassischer Avantgarde, Spätromantik und impressionistischen EInflüssen. Durch harmonische Mehrdeutigkeit, Klangfarbenreichtum und innere Spannung entfaltet sich harmonische Dichte und expressive Intensität.

Farblich gestaltete Seiten bilden einen strukturellen Rahmen, der den jeweiligen Charakter der einzelnen Abschnitte widerspiegelt.

Der Zyklus gliedert sich in drei Teile: eine Einleitung, einen Mittelteil und eine abschließende Gruppe von Préludien.

Ab dem Mittelteil verdichtet sich die Atmosphäre zunehmend. Rhythmischer Puls und markante Akzentuierungen treten hervor – dringlich, lebendig und von dramatischer Ausdruckskraft geprägt.

Das Projekt ist stark von dem Komponisten Alexander Skrjabin inspiriert.

Set 2:

Julia Biłat – „Improvisation im Kontext des zeitgenössischen Violoncellorepertoires des 20. und 21. Jahrhunderts“

Julia Biłat bewegt sich mit dem Violoncello an der Schnittstelle von Improvisation, Komposition und Performance.

In ihrer Solopraxis erweitert sie das Instrument durch Stimme und Bewegung und entwickelt intensive musikalische Formen, in denen Klang und performative Präsenz untrennbar miteinander verbunden sind.

In diesem neuen Projekt verbindet sie ihre künstlerische Arbeit mit dem Violoncello-Repertoire des 20. Jahrhunderts und schlägt eine Brücke zwischen Improvisation, Performance und der europäischen klassischen Musiktradition.

Die improvisatorische Sprache des Projekts ist von Komponisten wie Penderecki, Dutilleux, Cassadó und Lutosławski inspiriert.

Durch die Zusammenführung ihrer vielfältigen Einflüsse belebt das Projekt nicht nur eine zunehmend in Vergessenheit geratene Tradition neu, sondern trägt zugleich zur anhaltenden Renaissance des Violoncellos als Instrument bei, das offen für neue Herangehensweisen, Techniken und Ausdrucksformen ist. Improvisation wird dabei als lebendiger und wesentlicher Bestandteil seines Repertoires verstanden.

Biografien:

Julia Biłat ist eine in Berlin lebende klassisch ausgebildete Cellistin, Improvisatorin und Komponistin, die zwischen Jazz, Klassik, Performance und experimenteller Musik arbeitet. Sie tritt unter anderem mit dem Stegreif Orchester, Camila Nebbias The Hanged One sowie Fabiana Strifflers Archiotic Quintet auf.Im Auftrag des Stegreif Orchesters komponierte sie Musik für mehrere Produktionen, darunter eine Neukomposition von Hildegard von Bingens „Ordo Virtutum“, die 2022 in der Alten Oper Frankfurt aufgeführt wurde. In ihrer Solopraxis verbindet sie Improvisation, Komposition und Performance unter Einbeziehung von Violoncello, Körperarbeit und erweiterten Stimmtechniken.

Ihre Arbeiten wurden unter anderem beim Butohpolis Festival (Warschau), Into The Open (Berlin), Intermittenze (Catania) und Artacts (St. Johann, Österreich) präsentiert.

Derzeit arbeitet Julia Biłat an einem neuen Soloalbum, das im September 2026 beim Label Relative Pitch Records erscheinen wird.

Isabel Anders (*2001) ist eine deutsch-kubanische Pianistin, Komponistin und Improvisatorin mit Wohnsitz in Berlin. Bereits in jungen Jahren begann sie zu improvisieren und erhielt ab ihrem sechsten Lebensjahr klassischen Klavierunterricht. Später setzte sie ihre Ausbildung bei den Konzertpianisten Prodromos Symeonidis und Vladimir Tropp fort.

Im Laufe der Zeit verlagerte sich ihr Interesse von einer Laufbahn als klassische Pianistin hin zu zeitgenössischer Musik, Komposition und Improvisation. 2019 komponierte sie ein Album, welches von ausgewählten Gedichten Charles Baudelaires inspiriert wurde. Danach nahm sie weiteren Unterricht bei den Komponisten Sascha Dragićević und Stefan Streich. Seit 2022 arbeitet sie mit Musikern Tänzern oder Poeten zusammen.

Ihre Konzerte führte sie nach England, Asien, und durch Europa, darunter Wien, Warschau, Athen, Paris, Marseille, Rotterdam, Zagreb, Tokio, Basel... Sie spielte mit Künstlern und Ensembles wie dem London Improvisers Orchestra, Ignaz Schick, Christian Lillinger, Marc Schmolling, Matthias Bauer, Biliana Voutchkova, Tobias Delius, Taiko Saito, Yuko Kasek...

Termine
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