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Eine Produktion von Constanza Macras | Dorky Park und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Berlin, von den 1920er-Jahren bis heute: In Goodbye Berlin verweben Constanza Macras und ihre Kompagnie Dorky Park die fiebrige Atmosphäre der Weimarer Republik mit den Konflikten der Gegenwart. Eine choreografierte Zeitreise zwischen Glamour und Gewalt, Exzess und Faszination für das Okkulte, Drogen und Eskapismus, Begehren und Erstarrung.


Inspiriert von Christopher Isherwoods berühmtem Roman Goodbye to Berlin von 1939, der später die Grundlage für das Musical Cabaret wurde, und von der wissenschaftlichen Forschung der Performance-Historikerin Kate Elswit (Watching Weimar Dance), entfaltet sich eine schillernde Bühnenwelt, die einem „albtraumhaften Spiegelkabinett politischer und sozialer Ängste“ gleicht.

Gleichzeitig ruft sie jenes Berlin herauf, das in den 1920er-Jahren so viele gleichermaßen faszinierte wie verstörte – eine Stadt, die heute erneut als Symbol kreativer Freiheit, queeren Begehrens und prekärer Zukunftshoffnungen gilt.


Goodbye Berlin positioniert sich genau in diesem Spannungsfeld. Im Rückgriff auf das Erbe von Performerinnen wie Anita Berber (1899–1928) und Valeska Gert (1892–1978) beschwört Macras ein Kabarett des Widerstands – subversiv, exzessiv, kompromisslos. Der Körper wird erneut politisch: als Medium der Ekstase, der Erschöpfung und der Revolte.

In einem Berlin, das damals wie heute Bühne globaler Bewegungen, gesellschaftlicher Brüche und kultureller Hybris ist, wird die Volksbühne zu einem Ort des Experiments: Kann Spektakel mehr sein als bloße Ablenkung? Was vermag das Ritual der Performance angesichts wachsender Repressionen und globaler Krisen?


Die Produktion erweckt Bühnenelemente früherer Arbeiten in neuen, ungewohnten Konstellationen zum Leben. So wie Isherwoods halb-autobiografischer Roman gelebte Erfahrung in ein vielschichtiges Porträt der Stadt verwandelt, lädt die Re-Kontextualisierung vertrauter Gestaltungselemente zur Reflexion über persönliche und kollektive Erinnerungen ein. In den spektakulären Überbleibseln der eigenen Vergangenheit tragen Constanza Macras | Dorky Park das Gedächtnis unseres künstlerischen Erbes in neue Erzählungen hinein – und verwischen die Grenze zwischen dem, was der Vergangenheit angehört, und dem, was noch immer in der Gegenwart nachhallt.

Die Produktion verschmilzt Tanz, Sprache, Livemusik und visuelle Exzesse zu einem delirierenden Panorama, in dem Erinnerungen an die Weimarer Zeit mit gegenwärtigen politischen Kämpfen kollidieren.


Goodbye Berlin ist mehr als eine Hommage. Es ist eine Beschwörung der Kraft der Performance, der Möglichkeit des Widerstands und eines anderen, gefährlich schönen Berlins.



Weltpremiere: 30. Oktober 2025

Weitere Termine im Herbst werden in Kürze veröffentlicht. 
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