Anfang der 1990er Jahre wurde in den Ostbezirken Berlins zum Teil leidenschaftlich über die Umbenennung beziehungsweise Rückbenennung von Straßennamen debattiert.
Einigen konnte es nicht schnell genug gehen, andere wehrten sich gegen die Vorschläge, die seit Kriegsende auf dem Gebiet des sowjetischen Sektors und der späteren Hauptstadt der DDR erfolgten Straßenbenennungen, zu ersetzen. Neben Personen der Staats- und Parteiführung und Kunst- und Kulturschaffende waren vor allem Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus geehrt worden.
Diskutiert wurde auch, welche Mitsprache die Anwohnenden an den Entscheidungen über die Straßenamen haben sollte. In Prenzlauer Berg beauftragte das Bezirksparlament eigens einen Sonderausschuss, der über die zu tilgenden und neu zu vergebenen Namensvorschläge beriet.
Im Rahmen der Sonderausstellung "Umbenennen: Straßennamen und ihre Geschichten in Pankow" lädt das Museum Pankow zu einer Gesprächsrunde über die nach wie vor aktuelle Frage ein, durch wen und wonach Straßen benannt werden sollen.
Eingeladen sind damalige Akteur*innen wie Max Neumann (Vorsitzender des Sonderausschusses), Roland Baron (Vorsitzender der BVV-Fraktion Bündnis 90/UFV/Grüne) und Conny Kirchgeorg-Berg (Neues Forum). Der Historiker Dirk Moldt (Museum Lichtenberg) berichtet über die Diskussionen im Nachbarbezirk.
Moderation: Bernt Roder, Museum Pankow
Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit uns über die Frage: Wer darf auf unsere Straßenschilder?
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