Besonders in den Frauenklöstern Europas entstand eine lebendige Kompositionskultur. Hier schrieben Musikerinnen geistliche Werke für den liturgischen Gebrauch, mitunter aber auch Instrumentalmusik. Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten zählt Isabella Leonarda, Ursuline in Novara, die nicht nur die Texte ihrer Motetten selbst verfasste, sondern als erste Frau der Musikgeschichte eine Sammlung von Sonaten veröffentlichte.
Auch außerhalb der Klostermauern feierten Komponistinnen beachtliche Erfolge. So wurde Élisabeth-Claude Jacquet de La Guerre von Ludwig XIV. gefördert und schrieb mit Céphale et Procris 1694 als erste Frau in Frankreich eine Oper, die in Paris zur Aufführung gelangte.
Gemeinsam mit der Sopranistin Anna-Lena Ebert widmet sich das Freiburger BarockConsort den faszinierenden Werken dieser und weiterer Komponistinnen des frühen Barock. Ein Konzert, das außergewöhnliche Musik wieder ins Licht rückt und Künstlerinnen eine Bühne gibt, die ihnen viel zu lange verwehrt blieb.
- Kostenloser Einführungsvortrag um 18.15 Uhr im Foyer (1. OG)
Besetzung
- Freiburger Barockorchester
- Freiburger Barockconsort
- Anna-Lena Elbert Sopran
Programm
Élisabeth Jacquet de La Guerre
Céphale et Procris, Suite
Élisabeth Jacquet de La Guerre
Triosonate Nr. 1 g-Moll
Élisabeth Jacquet de La Guerre
»Sémélé«, Cantate à voix seule avec symphonie
Isabella Leonarda
Motetto a voce solo »Ave suavis dilecto« op. 6 Nr. 5
Caterina Assandra
Canzon à 4
Barbara Strozzi
»Hor che Apollo è a Teti in seno«, Serenata con violini op. 8 Nr. 3
Antonia Padoani Bembo
Produzioni Armoniche Nr. 12 »O del Celtico scettro«
Zusätzliche Informationen
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