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Im Arabischen bedeutet „athar“ sowohl „Spur“ als auch „Ruine“. In seiner neuen Arbeit nutzt der Künstler und Choreograf Enad Marouf diesen Begriff für das, was von etwas übrig bleibt: ein Zeichen dafür, dass etwas verschwunden ist, aber dennoch Spuren hinterlassen hat. Athar ist nie eindeutig – es steht gleichzeitig für Verlust und Erinnerung, für Abwesenheit und das, was noch da ist.

Die Performance blickt auf die 1960er- und frühen 1970er-Jahre zurück – eine Zeit großer politischer Veränderungen, in der weltweit Befreiungsbewegungen und Studierendenproteste entstanden. Vieles aus dieser Zeit erinnert an die Gegenwart. Gleichzeitig gibt es einen wichtigen Unterschied: Damals schien die Hoffnung auf eine andere Zukunft noch greifbar. Heute fällt es oft schwer, sich eine solche Zukunft vorzustellen.

Die Performance lädt Publikum und Künstler:innen dazu ein, gemeinsam einen Moment des Erinnerns zu erleben – über Zeit, Verlust und die Frage, wie gemeinsames Denken heute möglich sein kann.

(Englisch, Arabisch)

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