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Als «Oper aller Opern» bezeichnete E. T. A. Hoffmann Don Giovanni. Der Philosoph Søren Kierkegaard räumte dem Werk gar einen Platz in seiner Hauptschrift ein, wo der Titelheld als «Inkarnation der Genialität alles Sinnlichen» bezeichnet wird.

Don Giovanni gilt wahlweise als erotischer Frauenheld oder ruchloser Lüstling, als fleischgewordener Dionysos oder verachtungswürdiger Sexualstraftäter.

Auch in Roland Schwabs Inszenierung begegnet er uns zersplittert. Getrieben vom unstillbaren Verlangen nach mehr taumelt er zwischen Partyexzess, Gewaltorgie und asketischer Zurückgezogenheit.

Nach großen Erfolgen in dieser Produktion kehren Davide Luciano als Don Giovanni und Tommaso Barea als dessen zynischer Diener Leporello zurück. Olga Peretyatko kommt erstmals als Donna Elvira an unser Haus.

Stefano Montanari dirigiert diese Wiederaufnahme in seinem angestammten Fach, bevor er sich mit der Premiere von Otello von einer ganz anderen Seite präsentieren wird.

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