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Symphoniekonzert Hengelbrock & Zaïcik

Eine Frau zwischen männlichen Besitzansprüchen: Pietro Metastasios Libretto zu Antigono lässt sich als Geschichte weiblicher Fremdbestimmung lesen. Joseph Haydn richtet in seiner Arie Scena di Berenice den Blick jedoch ganz auf die Frau selbst: Berenices Verzweiflung über den drohenden Selbstmord ihres Geliebten Demetrio entfaltet sich in einem eindringlichen Monolog voller Schmerz und Hoffnungslosigkeit.

Clara Schumanns Lieder zeigen Frauenfiguren mit eigener Stimme und Handlungsmacht. In Ich stand in dunkeln Träumen verwandelt sie Heines männliche Perspektive in eine offene, geschlechtsneutrale Stimme – aus der verehrten Geliebten wird ein handelndes Subjekt. Auch ihre Lorelei erzählt eine selbstbestimmte Frau, während die Männer als Gefahr erscheinen.

Mozarts festliche 34. Sinfonie und Robert Schumanns poetische 4. Sinfonie rahmen diesen Abend: Mozarts C-Dur-Werk glänzt mit Fanfaren und tänzerischer Eleganz, Schumanns Musik verbindet kraftvollen Ausdruck mit innigen Momenten des Innehaltens.

Besetzung

  • Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
  • Thomas Hengelbrock, Dirigent
  • Eva Zaïcik, Mezzosopran

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart

Symphonie Nr. 34 C-Dur KV 338

Joseph Haydn

»Berenice, che fai«, Kantate für Sopran und Orchester Hob. XXIVa Nr. 10

Eva Zaïcik, Mezzosopran

Clara Schumann

»Ich stand in dunklen Träumen« op. 13 Nr. 1 (Bearbeitung für Mezzosopran und Orchester von David A. Rahbee)

Eva Zaïcik, Mezzosopran

Clara Schumann

Lorelei (Bearbeitung für Mezzosopran und Orchester von David A. Rahbee)

Eva Zaïcik, Mezzosopran

Robert Schumann

Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120 (1. Fassung von 1841)

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