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Symphoniekonzert Rustioni & Tines

Er hat überlebt. Dmitri Schostakowitsch verbrachte einen großen Teil seines Lebens unter dem Druck von Anpassung, Selbstzensur und Angst. Nach Stalins Tod 1953 zog er sich auf seine Datscha zurück und schuf mit seiner Zehnten Symphonie ein Werk, das erstmals wieder persönliche Erfahrungen und aufgestaute Gefühle ausdrücken konnte. Der düstere Kopfsatz, das bittere Scherzo als Stalin-Porträt und das eigene musikalische Signum D-Es-C-H erzählen von Unterdrückung, Widerstand und der Rückkehr des Individuums.

Auch Davóne Tines erhebt in Anthem eine kritische Stimme zur Gegenwart der USA. Die Verbindung aus zeitgenössischer Musik, Spirituals und Texten fragt nach einer Gesellschaft, die ihre Geschichte der Ausgrenzung überwindet und Freiheit neu definiert.

Samuel Barbers Adagio für Streicher schafft dazu einen Raum der stillen Reflexion. Das langsam fließende Klanggewebe wurde zu einem Symbol tiefer Trauer und menschlicher Anteilnahme – eine Musik von zeitloser Intensität.

Besetzung

  • Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
  • Daniele Rustioni, Dirigent
  • Davóne Tines, Bassbariton

Programm

Samuel Barber

Adagio für Streicher op. 11

Davóne Tines

Concerto No. 2: »Anthem« für Bassbariton und Orchester (Kompositionskooperation mit Michael Schachter, Caroline Shaw und Tyshawn Sorey)

Davóne Tines, Bassbariton

Dmitri Schostakowitsch

Symphonie Nr. 10 e-Moll op. 93

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Termine
Dezember 2026
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