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Auch 25 Jahre nach seinem Tod ist die kulturelle Faszination für Gundermann in Ostdeutschland ungebrochen. Der Schlüssel zu seiner anhaltenden Popularität liegt – wie auch in seiner melodiösen Folk-Rock-Musik – in der Kombination aus Utopismus und hartem Realismus in seinen Texten. Sie drücken seine ewige Hoffnung auf den Menschen aus, der sich seiner eigenen Fehlbarkeit, aber auch seiner Stärke als Teil des Kreislaufs der Natur bewusst ist.


Im Interview sagte Gundermann bekanntlich: „Ich möchte so etwas wie eine Tankstelle für Verlierer sein.“ Ich würde mich freuen, wenn die Leute sagen würden, sie bräuchten Brot, Wasser und Lieder von Gundermann.“ Sein Eintreten für den Außenseiter trifft weiterhin den Nerv des Publikums, das in einer Gesellschaft lebt, in der es nur um den Sieg geht.

Die Lieder, die Dave Robb gemeinsam mit Paul Webster und Andreas Albrecht spielt, stammen aus der Zeit zwischen 1990 und 1998, in der Gundermann auf Themen wie Gewinner und Verlierer, Deindustrialisierung, Einwanderung und Umwelt reagiert. 

Dave Robb, Singer/Songwriter, war Mitglied des Projektes „Gundermanns Lieder in Europa“. Dave stammt aus Schottland, spielte dort in Folkbands, aber auch solistisch, und ist jetzt Dozent an der Universität von Belfast (Nordirland). Er trat schon oft in Deutschland auf und ist Autor eines vielbeachteten Buches über die DDR-Künstler Wenzel & Mensching. Seit 2020 widmet er sich mit Unterstützung des Vereins Gundermanns Seilschaft e.V. einem Projekt zur Erforschung der Liedtheaterprogramme der „Brigade Feuerstein“. Die musikalischen Ergebnisse präsentiert er jetzt mit Freunden. 

Andreas Albrecht ist seit Ende der Achtziger Jahre Teil der Berliner Musikszene. Er ist Sänger, Schlagzeuger, Pianist und vielbeschäftigter Produzent. Unter anderem zeichnete er sich für die letzten drei Alben von Manfred Maurenbrecher verantwortlich, die allesamt mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik geehrt wurden.

Neben Auftragskompositionen für Filme, Kunstprojekte oder Werbung entstanden immer wieder eigene Lieder. Er spielte in Bands wie Die Tanzenden Herzen, Puls, Aparatschik und unter eigenem Namen. Seit ein paar Jahren präsentiert er gemeinsam mit dem Liedermacher Holger Saarmann eine monatliche Lied-trifft-Literatur-Reihe namens Geschmacksverstärker und ist Teil der Vorwärts-Folk-Kapelle FloBêr.