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Synthie-Romantik für lange Nächte

Das Kitsch ist ein Trio, das so viel fetter klingt als die Drei-Mann-Band aussieht, die da auf der Bühne steht.



  • Martin Schenk (Main Vocals, GTR, Synthesizer)
  • Niklas Rehle  (Bass, Synthesizer, Backing Vocals)
  • Simon Kerler   (Drums, Backing Vocals)

Man schaut, hört und ist erstaunt, dass nicht etwa die andere Hälfte der Band nicht gekommen ist, und der Sound auch nicht aus irgendeiner Buchse scheppert. Dafür gehen der satte Groove straight in den Körper und die dandygleich tändelnden Lyrics pfeilgrad ins Gemüt.

Die Jungs von damals sind groß geworden, sie rauchen immer noch im Regen, schwelgen im Weltschmerz, doch etwas hat sich getan: Der kalte Nordwind bläst den Irrsinn in die Stadt, in der sie leben, und die sanften Synthis werden aufgemischt von einem hart klopfenden Schlagzeug, das immer im rechten Moment den Rhythmus überrumpelt.

Dazu dieser Gesang, jungenhaft-melancholisch, aber da schwingt Reife mit, die die Schwermut zärtlich verklärt, den Schmerz lakonisch zelebriert – Martin Schenks Lyrics zaubern Bilder in den Kopf und die Sonne aufs Gesicht. Warum auch nicht? „Muss es denn immer Blitz und Donner sein?“, skandiert der Frontmann und der exaltierte Bass von Niklas Rehle schlägt Kapriolen. Dann lacht Simon Kerler am Schlagzeug und haut nochmal einen drauf. Das Kitsch zieht seine Register gewohnt verspielt, aber niemals nur oberflächlich, zeigt das Große im Kleinen, das Ganze im Kaputten. Und die Beine tanzen, ehe man es auch nur bemerkt.


Eintritt frei – um angemessenen Kulturbeitrag wird gebeten.

Hinweis: Das Peppi ist eine Raucherinnenbar. Eintritt ab 18 Jahren.
Termine
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