TraumaZone wird gemeinsam mit The Cube of Unknowing ein von der „Ahauntologie“ inspiriertes, live-codiertes Klang- und Videostück aufführen, das verlorene Zukünfte und gespenstische Fragmente der Vergangenheit heraufbeschwört.
Kallie Lampel hingegen schafft sich entwickelnde Ambient-Klanglandschaften durch Loops, Wiederholungen und texturpsychische Soundtracks für imaginäre Welten.
Den Abschluss der Veranstaltung bildet Ginés Olivares, der experimentelle Poesie in einen Dialog mit dem Kino und dem bewegten Bild bringt.
Ginés Olivares wurde in Santiago de Chile geboren und studierte Film und Fernsehen an der Universidad Arcis. Im Jahr 2002 zog er nach Berlin und arbeitete als Cutter für Dokumentarfilme. Er hat „Vertically Challenged“ veröffentlicht, ein Werk experimenteller Poesie, herausgegeben von A Ñoñi Again Microediciones. Er arbeitet mit dem Kollektiv mmmmmfilms (UK-DE) zusammen und erforscht den Dialog zwischen Poesie und visuellen Erzählungen.
Kallie Lampel ist ein in Berlin ansässiger Experimental-/Ambient-Musiker. Durch den collageartigen Einsatz von Loops und Wiederholungen schafft Lampel progressive Traumlandschaften oder „psychische Soundtracks“, um mentale Bilder sowohl auszudrücken als auch heraufzubeschwören. Rekursiv und doch sich ständig weiterentwickelnd, verwischt seine Musik die Grenzen zwischen Melodie, Rhythmus und Textur und bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Komposition und Atmosphäre.
TraumaZone ist ein Live-Coding-Duo aus Leipzig, bestehend aus der Videokünstlerin Ksenia Sova und dem Komponisten Fyodor Stepanov. Ihr Hauptanliegen ist es, die Kunstszene zu politisieren, indem sie wichtige Fragen in den Fokus rücken und einen sicheren Raum für Diskussionen schaffen. Bei dieser Performance wird TraumaZone von dem Klangkünstler Francis Heery unterstützt, dessen Arbeit von Science-Fiction, okkulten Philosophien und Bioästhetik inspiriert ist. Gemeinsam setzen sie sich mit dem Begriff der hauntology auseinander – einem philosophischen Konzept, das beschreibt, wie die Gegenwart von verlorenen Zukünften, gescheiterten Utopien und Überresten der Vergangenheit heimgesucht wird.
Durch die Echtzeit-Dekonstruktion von Motiven, die vom Label „Ghost Box“ inspiriert sind, behandelt die Performance Nostalgie nicht als Erinnerung, sondern als gespenstische Präsenz – entortet, ungelöst und die Konturen der Gegenwart beharrlich prägend.
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