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Geliebtes Publikum! Mit »Abschiedstour« setzt Christine Prayon auf die ganz großen Gefühle, nachdem sie mit ihrem ersten Programm »Die Diplom-Animatöse« jahrelang auf die ganz kleinen Gefühle gesetzt habe.

Christine Prayon
Christine Prayon © Elena Zaucke

Vielleicht löst das Wort »Abschiedstour« Verwunderung, Trauer oder gar Panik aus. Das macht nichts. Genauso ist es von der Künstlein und ihrem Management beabsichtigt.

Ein Abschied steigert den Marktwert dieses Kabarettprodukts durch die emotionale Aufladung nochmal um ein Vielfaches. Dabei spielt es keine Rolle, um welchen Abschied es geht:

Verabschiedet Christine Prayon sich von der Bühne? Möglich. Eine Frau stellt ab Mitte 40 eine ästhetische Provokation dar und zieht sich, wenn sie ihr Publikum wirklich liebt, besser unaufgefordert aus der Öffentlichkeit zurück.

Ist das Kabarett tot? Möglich. Wenn Politiker sich als Clowns versuchen, rennen die Clowns in die Politik.

Oder wird hier von einem Abschied im ganz großen Stil geredet? Vom Ende des Kapitalismus? Möglich. REINGELEGT!! Natürlich nicht möglich. Der Kapitalismus ist das Hinterletzte, aber er ist alternativlos. Ende der Diskussion.

Also welcher Abschied nun? Wie gesagt – es spielt keine Rolle. Hauptsache, die Neugierde ist geweckt.

Christine Prayon, auch bekannt als Birte Schneider aus der heute show, ist bereits vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Deutschen Kabarettpreis, dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Dieter-Hildebrandt-Preis.

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