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Tiran Willemse

blackmilk ist der erste Teil von Tiran Willemses Trompoppies-Trilogie, benannt nach dem Afrikaans-Wort für Trommelmajoretten in Uniform.

Willemse eignet sich unterschiedliches gestisch-expressives Bewegungsmaterial an und reflektiert, wie dieses gelesen wird. Präzise Handgesten als choreografisches Element der Formationstänze von Trompoppies (Afrikaans = Trommelmajoretten in Uniform) werden mit den melodramatischen Posen weißer Starlets und Gesten verknüpft, die mit Schwarzen Rap-Stars assoziiert werden.

blackmilk greift in die Repräsentation Schwarzer Maskulinität mit den Mitteln der Performance ein und öffnet sie für eine andere Komplexität und Sensibilität, die er als „black male melancholia“ beschreibt.

Mit großartigem Sound, Theatereffekten mit frappierender Wirkung und einem Tanz, der zwischen Virtuosität und Verzweiflung schwankt, ist dieses Solo eine eindringliche und spannungsgeladene Arbeit, die Fragen nach dem Verhältnis von Kunst und Rezeption, Konventionen des Kunstgenusses und Souveränität öffnet.

Hinweis:

Es gibt zeitweise laute Musik, aber nicht schmerzhaft laut; Bässe sind spürbar. Der Sub wird auf alle vier Lautsprecher geroutet. Stroboskop und Dunkelheit kommen zum Einsatz.

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