Veronika Kracher und Klaus Lederer im Gespräch
Aber was kennzeichnet solche Kampagnen, von denen einige im Buch beispielhaft für die Dynamik der antifeministischen Mobilisierungen auseinandergenommen werden?
Veronika Kracher zeigt, dass diese Shitstorms mit Entmenschlichung, Beleidigungen und Verleumdungen dem immergleichen misogynen Grundmuster der Täter-Opfer-Umkehr folgen – als Brückenideologie in der digitalen Onlinekultur, zur rechtsautoritären Befeuerung und als Treiber gesellschaftlicher Regression. Kracher seziert Antifeminismus als globale gesellschaftliche Tendenz, als integralen Teil des kapitalistischen Ganzen, in der systemischen Konkurrenz der Menschen und einer Rhetorik der gewaltvollen Selbstbehauptung wurzelnd. Die bestehenden Produktionsverhältnisse zu bewahren und diejenigen zu disziplinieren, die sie infrage stellen, ist seine gesellschaftliche Funktion.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Progressive Linke e.V., Münzenberg Forum und Verbrecher Verlag.
Zusätzliche Informationen
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