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Biographien jüdischer Gewerbetreibender

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten die Nationalsozialisten auch in Spandau die Synagoge in Brand, jüdische Geschäfte wurdenzerstört und geplündert, jüdische Spandauer misshandelt und ins Konzentrationslagergesteckt.


Einige konnten noch nach der Pogromnacht aus Spandau und Deutschland fliehen, viele andere aber wurden in den Konzentrationslagern ermordet.Dies betraf zum Beispiel die jüdische Familie Stein aus Siemensstadt. Der Kaufhausbesitzer Adolf Stein und sein Sohn Erwin wurden in der Pogromnacht schwer misshandelt und ihr Geschäft geplündert. Adolf starb kurz darauf an den Folgen der Misshandlungen, Erwin konnte 1939 noch nach Ecuador fliehen. Adolfs Ehefrau Rosalie überlebte das Konzentrationslager, die gemeinsame Tochter Luise wurde in Auschwitz ermordet.

Auch Lina Steffen, Besitzerin eines Tabakladens in der Moritzstraße, der ebenfalls in derPogromnacht zerstört wurde, wurde ihrer Existenzgrundlage beraubt. 1944 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. Sie konnte überleben.
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