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Die Ausstellung Arno Fischer: Eine Reise gibt einen Einblick in Arno Fischers fotografische Praxis und die verschiedenen Rollen, welche er im Lauf seiner Karriere als Fotograf, Vermittler und Lehrer spielte. Mit über einhundert Schwarzweiß- und Farbfotografien – entstanden zwischen den frühen 1940ern und den späten 2000ern – von denen einige auf Schloss Kummerow zum ersten Mal gezeigt werden, beleuchtet die Ausstellung den wichtigen Platz, den Fischer in der Geschichte der deutschen Fotografie einnimmt.

Ohne Titel aus der Serie Abflug/Ankunft Berlin-Schönefeld, Sibylle 1/68, 1967
Ohne Titel aus der Serie Abflug/Ankunft Berlin-Schönefeld, Sibylle 1/68, 1967 © Arno Fischer Estate

Während seiner gesamten Karriere arbeitete Arno Fischer (1927–2011) in verschiedenen fotografischen Genres, dokumentierte Modemodels in den Straßen osteuropäischer Städte und gewöhnliche Bürger*innen und ihr Alltagsleben im Ostblock, in Äquatorialguinea, Indien und den Vereinigten Staaten. Wenn er nicht mit der Kamera in der Hand durch die Straßen streifte, tauschte Fischer Ideen mit Mitgliedern von DIREKT aus, einer Gruppe, die sich 1965 in Ostberlin um ihn herum gebildet hatte und in den 1970ern und 1980ern zur Pluralisierung der visuellen Kultur Ostdeutschlands beitrug. Außerdem veranstaltete er Künstler*innentreffen mit seiner Frau, der Fotografin Sibylle Bergemann, in ihrer gemeinsamen Wohnung am Schiffbauerdamm. Diese Zusammenkünfte umfassten ihren Freundeskreis, Fischers Student*innen und internationale Fotograf*innen wie u.a. Robert Frank, Henri Cartier-Bresson und René Burri, die vom vom Centre Culturel Français und dem Amerika Haus in Berlin eingeladen worden waren. Darüber hinaus betreute Fischer Studierende, zunächst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und später, nach dem Fall der Berliner Mauer, an der Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung; außerdem fotografierte er seinen Garten mit einer Polaroidkamera, ein Unterfangen, für das er drei Jahre benötigte.

Die Ausstellung in Schloss Kummerow, die von einem Katalog mit etwa 70 Abbildungen begleitet wird, wirft ein Schlaglicht auf einen der bedeutendsten deutschen Fotografen des 20. Jahrhunderts und lädt die Besucher*innen zu einer Reise durch fotografische Genres, Kontinente und Dekaden ein.

Öffnungszeiten  
April und Mai 2022: Freitag bis Sonntag 11–17 Uhr
Juni bis September 2022: Mittwoch bis Sonntag 11–17 Uhr Oktober 2022: Freitag bis Sonntag 11–17 Uhr
Feiertage während der Saison: 11–17 Uhr
 
Eintritt   
Sammlung und Ausstellungen: 12 €, ermäßigt 5 €
Gruppen (ab 20 Erwachsene): 8 €
Jugendliche bis 18 Jahre: 5 €
Kinder (bis 14 Jahre): Eintritt frei
Zusätzliche Informationen