ZWISCHEN den EPOCHEN
Die Konzertreihe versteht sich als lebendiger Kosmos aus Tradition und Avantgarde. Sie widmet sich in diesem Jahr in tiefer Dankbarkeit dem Andenken an ihren langjährigen Mentor und Unterstützer, den prägenden Berliner Kulturmanager Prof. Dr. Ulrich Eckhardt (1934–2025).
»ZWISCHEN den EPOCHEN« – 10 Jahre Internationaler Orgelsommer am Engelbecken
BERLIN – Zum zehnten Mal verwandelt sich die historische Kirche St. Michael am Engelbecken (Michaelkirchplatz, 10179 Berlin-Mitte) in diesem Jahr in einen hochkarätigen Treffpunkt internationaler Orgelkunst. Vom 29. Mai bis zum 30. Oktober 2026 lädt der Förderverein St. Michael e.V. unter dem Motto »ZWISCHEN den EPOCHEN« zu insgesamt sechs Konzerten ein. Hochkarätige internationale Solistinnen und Solisten präsentieren ihre persönlich geprägten Programme.
Die Konzerte loten die klangliche und stilistische Bandbreite der historischen Sauer-Orgel aus und machen die kathedralhafte Akustik von St. Michael erlebbar.
Das Repertoire reicht von Werken der Renaissance und des Barock über die Klangpracht der Spätromantik bis hin zu visionären modernen Kompositionen und Erstaufführungen.
Den Auftakt macht am 29. Mai 2026 Domorganist em. Thomas Sauer unter anderem mit Naji Hakims farbenreichem Variationswerk 'To Call My True Love To My Dance'. Es folgen Konzerte von Vladimir Magalashvili (26. Juni), Dr. Jakub Sawicki (31. Juli), Parvis Hejazi (28. August) und Alexandra Bartfeld (25. September). Das Abschlusskonzert am 30. Oktober gestaltet die künstlerische Leiterin Ulrike von Wiesenau.
Ein Orgelsommer im Gedenken
Der diesjährige Orgelsommer ist dem Andenken an Prof. Dr. Ulrich Eckhardt (1934–2025) gewidmet. Der weit über Berlin hinaus bekannte Jurist, Musiker und Kulturmanager prägte als langjähriger Intendant die Berliner Festspiele und wirkte unter anderem als Interimsintendant der Berliner Philharmoniker und Kurator der Philharmonischen Orgelreihe. Er inspirierte den Internationalen Orgelsommer in St. Michael von Anfang an mit seinen außergewöhnlichen Konzerten inspiriert, war Mentor und Unterstützer der Konzertreihe.
Begegnung und Geschichte am geschichtsträchtigen Ort
Die Konzerte bieten mehr als Musik: Im Anschluss an die Veranstaltungen lädt Ulrike von Wiesenau, die künstlerische Leiterin der Reihe, im Café am Engelbecken zu Gespräch und Begegnung mit den Künstlern ein, die ihre unterschiedliche Herkunft und damit verbundene Sichtweisen auf die Musik mitbringen. Der Veranstaltungsort selbst atmet Geschichte: Die Mitte des 19. Jahrhunderts von Schinkel-Schüler August Soller erbaute Kirche wurde 1945 zerstört. Erst seit Aufhebung der Berliner Teilung ist der städtebauliche Zusammenhang der historischen Luisenstadt an der Grenze zwischen Mitte und Kreuzberg wieder erlebbar.
Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Der Förderverein St. Michael e.V. bittet um Spenden zur Unterstützung seiner Arbeit und zum Erhalt der Konzertreihe.
Die Termine im Überblick (jeweils freitags, 17:00 Uhr):
29. Mai (Eröffnung): Domorganist em. Thomas Sauer (Werke von Bach, Franck, Widor, Hakim)
26. Juni: Vladimir Magalashvili (Werke von Bach, Händel, Fauré, Seilova)
31. Juli: Dr. Jakub Sawicki (Werke von Bach, Liszt und Improvisationen)
28. August: Parvis Hejazi (Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Messiaen)
25. September: Alexandra Bartfeld (Werke von Bach, Muhly, de Cousu, Glass, Foster u.a.)
30. Oktober (Abschluss): Ulrike von Wiesenau (Werke von Bach, Cage, Demessieux)
Ort: St. Michael, Michaelkirchplatz, 10179 Berlin-Mitte.
Die Konzerte beginnen um 17:00 Uhr. Im Anschluss daran lädt der Förderverein zum KünstlerInnengespräch im Café am Engelbecken ein.
Künstlerische Leitung: Ulrike von Wiesenau - Veranstaltet vom Förderverein St. Michael und der Agentur Weidenfeld

