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Energie-Museum Berlin
Außenansicht Energie Museum © visitBerlin, Foto: Melanie Stutterich

Energie-Museum Berlin

Alles über die spannende Geschichte der Elektroenergie

130 Jahre Elektroenergie – 150 Jahre Berliner Industriekultur: Erfahren Sie im Energie-Museum Berlin alles rund um den elektrischen Strom.

Der jährliche Energieverbrauch der Deutschen liegt heute bei mehr als 7140kWh pro Kopf. Doch worum handelt es sich bei dieser Kraft eigentlich? Was ist alles nötig, damit sie störungsfrei vom Kraftwerk zum Endverbraucher gelangt? Wie sahen die Dinge vor 100 Jahren aus und inwiefern ist historisch die „Elektropolis“ Berlin Vorreiter bei der Entwicklung der Technik? Auf diese Fragen geht die Dauerausstellung vom Energie-Museum Berlin ausführlich ein. Standort ist eine ehemalige Batteriespeicheranlage in Steglitz. Über 5.000 Exponate aus allen Bereichen der Stromerzeugung und -nutzung werden präsentiert. Viele Ausstellungsstücke sind betriebsfähig aufgearbeitet. Ausprobieren ist erlaubt und gewünscht.

Ein Museum zum Anfassen

Im Jahr 2001 gründen ehemalige Mitarbeiter der einstigen Bewag AG (Berliner Städtische Elektrizitätswerke) das Energie-Museum. Standort des heutigen Museums ist ein zwischen 1911 und 1994 betriebenes Kraftwerk. Heute begegnet Ihnen auf dem Freigelände das erste Ausstellungsstück aus der Netztechnik. Drei über mannshohe Transformatoren stehen neben einer Litfaßsäulen-Station. Mit ihr lernen Sie einzelne Komponenten der Stationstechnik und ihre Funktionen nach zu vollziehen. Dann betreten Sie die Hallen der auf vier Etagen angelegten ehemaligen Batteriespeicheranlage. Sie widmet sich der Kraftwerkstechnik. Aufgabe eines Kraftwerks ist es, Primärenergieträger wie Kohle in elektrische Energie umzuwandeln. Diesen Prozess können Sie anhand von Turbinen, Pumpen und Ventilen und ihrem Zusammenspiel nachvollziehen. An dem Modell eines GuD-Kraftwerks steuern Sie selbstständig den Anfahrvorgang. Um das Stromnetz vor Störungen wie Kurzschlüssen, Überlastungen und Blitzeinschlägen zu schützen, ist zusätzliche Schutztechnik wichtig. Sie dürfen ein 10-kV-Modell zur Stromversorgung der Endverbraucher ausprobieren. Dabei simulieren Sie einen Fehler und ergreifen die nötigen Maßnahmen zum Schutz des Netzes.

Ein nächstes Gebiet ist die Messtechnik. Zu den Exponaten zählen Uhren, Zählertechnik und Geräte zur Strom- und Spannungsmessung. Bei der Kommunikationstechnik wird die Ausstellung wieder interaktiv. Sie spielen Vermittlung an einer Handvermittlungsanlage, benutzen einen Fernschreiber und beobachten, was bei einer Heb-Dreh-Wähler-Vermittlung hinter den Kulissen passiert.

Auch Arbeitssicherheit ist ein Thema im Energie-Museum. Neben einem großen Archiv ehemaliger Arbeitsvorschriften gibt es Feuerlöscher und Geräte aus dem werkärztlichen Dienst. Vor allem für Berliner interessant ist die Ausstellung zur öffentlichen Beleuchtung. Sie umfasst die Zeitspanne von der Einführung der Straßenbeleuchtung im Jahr 1884 bis heute. Quasi am anderen Ende des Stromnetzes angelangt, geht es um Anwendungstechniken. 120 Jahre Entwicklungsgeschichte können Sie sich anschauen. Ausgestellt sind Haushaltsgeräte wie Heizstrahler, eine alte Nähmaschine oder eine Sammlung von Rundfunkgeräten.

Besonderheiten im Energie-Museum Berlin

  • 750-kW-Schnittmodell einer Gasturbine zur Erzeugung von Strom und Fernwärme
  • Modell einer Netzstation zum Selbstbedienen
  • Rechenhilfen vom Abakus bis zum Taschenrechner
  • eine funktionierende Rohrpostanlage
  • 20.000-Watt-Lampe mit einem halben Meter Durchmesser vom Hardenbergplatz

Mehr interessante Sehenswürdigkeiten

Nach dem Blick in die Vergangenheit lohnt ein Blick in die Zukunft: Das Futurium direkt an der Spree ist ein Ort der Präsentation für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung. Wechselnden Ausstellungen zeigen Ihnen ab Herbst 2017 die neuesten Ideen und Innovationen für die Zukunft. Der Industriesalon Schöneweide präsentiert in seiner Dauerausstellung auf 600 Quadratmetern lokale Details zur Berliner Industriekultur. Maschinen zur Elektronenröhren-Herstellung und zahlreiche Fotografien zur Elektronenröhren-Herstellung gibt es zu sehen und dazu zahlreiche Fotografien: Der Fokus liegt auf der Fernsehelektronik seit 1945.

Gut zu wissen beim Besuch im Energie-Museum Berlin

Fahren Sie mit der U-Bahn-Linie U9 bis zur Station Rathaus Steglitz. Von dort nehmen Sie den Bus 186 oder 283 bis zur Haltestelle Teltowkanalstraße. Der Eintritt ist frei. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht. Ihren Besuch sprechen Sie bitte vorher telefonisch oder per E-Mail ab. Für Schulklassen gibt es spezielles Begleitmaterial, das Sie im Voraus per E-Mail bekommen. Erwähnen Sie ruhig, welche Fachkenntnisse Sie haben oder welcher Themenbereich Sie besonders interessiert – Führungen können daraufhin abgestimmt werden.

 

Öffnungszeiten (Zusatzinfos)

Nach telefonischer Vereinbarung

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