Der «Faust»-Preisträger Claus Guth lässt in seine Inszenierung Erkenntnisse der Psychoanalyse einfließen, die zur Zeit der Uraufführung 1905 entstand, und taucht in Salomes Unterbewusstsein ein: Jüngere Versionen ihres Ichs begleiten Salome wie Schatten vergangener Verletzungen; gemeinsam ringen sie um die Bewältigung kindlicher Traumata.
In einem Bühnenbild, das die Illusion einer makellosen Fassade aufrechterhält, beginnen Realität, Traum und Erinnerung zu verschwimmen – der Weg von der Opferrolle zur Täterin scheint unausweichlich.
Marc Albrecht dirigiert, und mit Elisabeth Strid ist erstmals Barrie Koskys neue Londoner Brünnhilde als Salome zu erleben.
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Mit englischen Übertiteln











