Direkt zum Inhalt

Oscar Wildes Drama über die biblische Prinzessin, die den Propheten Jochanaan enthaupten lässt, um seinen toten Mund zu küssen, fächert ein Tableau menschlicher Abgründe auf: von Mord über Nekrophilie bis zu sexualisierter Gewalt reiht sich ein Schockmoment an den nächsten. Es waren aber nicht nur diese Themen, die Strauss’ Salome zum Skandal werden ließen, sondern auch seine radikal moderne, überwältigende Musik, die ihrer Zeit weit voraus war.

Der «Faust»-Preisträger Claus Guth lässt in seine Inszenierung Erkenntnisse der Psychoanalyse einfließen, die zur Zeit der Uraufführung 1905 entstand, und taucht in Salomes Unterbewusstsein ein: Jüngere Versionen ihres Ichs begleiten Salome wie Schatten vergangener Verletzungen; gemeinsam ringen sie um die Bewältigung kindlicher Traumata.

In einem Bühnenbild, das die Illusion einer makellosen Fassade aufrechterhält, beginnen Realität, Traum und Erinnerung zu verschwimmen – der Weg von der Opferrolle zur Täterin scheint unausweichlich.

Marc Albrecht dirigiert, und mit Elisabeth Strid ist erstmals Barrie Koskys neue Londoner Brünnhilde als Salome zu erleben.

Zusätzliche Informationen

Mit englischen Übertiteln

Termine
April 2027
MoDiMiDoFrSaSo
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30