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Berlins Insel-Republik Reiswerder

Autarkes Inselvolk mit eigenem Bürgermeister.

Reiswerder im Tegeler See gehört dem Bezirksamt Reinickendorf, der die kleine Insel an einen Naturfreundeverein verpachtet. Reiswerder ist nur mit einer Fähre, die ebenfalls den Namen "Reiswerder" trägt, vom Festland aus zu erreichen. Die Insel wird gänzlich von den Naturfreunden bewirtschaftet, die dort eine Laubenkolonie unterhalten. Auf der Insel befindet sich übrigens das kleinste Rathaus Europas und eine Insel-„Baude“ – Gaststätte im Festland-Jargon. Es gibt viele Feste und gemeinsame Abende der Inselbewohner. Die Lauben werden von Naturfreunden meist nur in den Sommermonaten bewohnt, ganzjährig leben nur zwei Familien und ein Waschbärenpaar auf der Insel, auf der es kein fließend Wasser und keine Elektrizität gibt, und dass inmitten Berlins... Der Fährmann holt zwischen April und Mitte Oktober täglich zwischen 6 Uhr und Sonnenuntergang im Halbstundentakt über, im Winter nur freitags, an Wochenenden und Feiertagen. Der Fährverkehr war einst nur Inselbewohnern, Mitgliedern und Gästen des Naturfreundevereins gestattet, aber als Neugieriger darf man heute - auch im Rahmen einer geführten Tour - die Insel mit ihrer kleinen Naturfreunde-„Republik“ besuchen.

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