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Charite und Medizinhistorisches Museum © visitBerlin, Foto: Mike Auerbach

Berliner Medizinhistorisches Museum

300 Jahre Geschichte im Berliner Medizinhistorischen Museum

Bis zum Herbst 2021 ist das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité geschlossen.

Historische Armprothesen, konservierte Organe und besondere Röntgenaufnahmen – im Berliner Medizinhistorischen Museum lernen Sie ganz anschaulich Details aus 300 Jahren Medizingeschichte kennen. Das Museum ist Teil der renommierten Klinik Charité. Ein Rundgang führt Sie durch historische Räume wie Seziersaal und Anatomisches Theater. Das Herzstück ist die Präparate-Sammlung von Rudolf Virchow. Rund 750 seiner konservierten und präparierten Organe zeigt Ihnen das Medizinhistorische Museum heute – anschaulich und in allen Facetten zwischen gesund und krank.

Auf den Spuren Rudolf Virchows

Anatomische Präparate gibt es im Medizinhistorischen Museum eine Menge. Bis zum Zweiten Weltkrieg sind es tatsächlich an die 35.000. Rudolf Virchow – bedeutender Mediziner und Pathologe – fertigt einen Großteil davon selbst an. 1899 eröffnet er das Pathologische Museum als Teil der Charité. Heute führt Sie die Dauerausstellung "Dem Leben auf der Spur" durch Virchows Welt und darüber hinaus. Die erste Station Ihres Rundgangs ist das Anatomische Theater aus dem frühen 18. Jahrhundert mit Seziertisch und Tribüne. Danach kommen Sie in den Seziersaal des Pathologen, in dem die Präparation der Organe beginnt. Fachgerecht konserviert und würdevoll präsentiert finden Sie diese in der Virchow-Sammlung wieder. Dabei zeigt jede Glasvitrine ein anderes Körperteil. So können Sie sich zum Beispiel die verschiedenen Stadien eines Gehirntumores deutlich machen oder anschauen, wie ein Herz mit vierfachem Bypass aussieht. Auch gesunde Organe sind ausgestellt. Im Krankensaal treffen Sie auf zehn Krankenfälle aus drei Jahrhunderten: Eine Frau mit schwieriger Geburt aus dem 18. Jahrhundert und ein Sepsispatient aus dem Jahr 2006 sind darunter. An ihnen sehen Sie die Fortschritte der modernen Medizin. Letztlich kommen auch die Patienten selbst zu Wort – ihr Denken, Fühlen, Leiden und Heilen. Am Ende der Ausstellung steht die Hörsaalruine, in der heute Empfänge und Workshops stattfinden.

Die Highlights der Ausstellung

  • der Arbeitstisch von Rudolf Virchow
  • Virchows Organsammlung mit Trocken- und Feuchtpräparaten
  • zehn exemplarische Krankenfälle aus mehr als 300 Jahren Medizin
  • historische Instrumente wie Klistierspritze oder Schädelbohrer
  • die Ruine des ehemaligen Rudolf-Virchow-Hörsaals

Mehr Museen zum Thema Naturkunde und Wissenschaft

Nur 600 Meter vom Medizinhistorischen Museum entfernt, liegt das Naturkundemuseum. Das Haus ist vor allem etwas für Fans von Dinosauriern, gibt es hier nicht zuletzt eines der größten Giraffatitan-Skelette der Welt. Darüber hinaus können Sie sich prähistorische Vögel, fossile Abdrücke und eine zwölf Meter lange Biodiversitätswand anschauen. Das Ottobock Science Center Berlin wiederum widmet sich den neuesten Innovationen der Medizintechnik, zum Beispiel gedankengesteuerten Prothesen. Im Haus der Zukunft gibt es Ausstellungen zu realistischen Visionen der nächsten Jahrzehnte rund um Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Im Berliner Regierungsviertel präsentiert Ihnen das Museum für Kommunikation allerhand multimedial aufgearbeitete Informationen zur modernen Medienlandschaft – von Dosentelefonen über Smartphones bis hin zu Robotern.

Informationen für Ihren Besuch

Die Dauerausstellung ist unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsen zugänglich. Schulklassen dürfen ab der 10. Klasse an Führungen teilnehmen. Für Führungen melden Sie sich bitte mindestens drei Wochen vor an. Anreisen können Sie ganz einfach mit den S-Bahnen S5, S7 oder S75 bis zum Hauptbahnhof oder zur Friedrichstraße. Von hier aus sind Sie in etwa 15 Minuten zu Fuß beim Berliner Medizinhistorischen Museum.

 

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 – 17:00
Mittwoch 10:00 – 19:00
Donnerstag 10:00 – 17:00
Freitag 10:00 – 17:00
Samstag 10:00 – 19:00
Sonntag 10:00 – 17:00
Montag geschlossen