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In »Tentakel ausbilden. Plädoyer für queeres Denken« (Gans Verlag, 2026) verknüpft Alexander Graeff persönliche Erfahrungen aus Dorfkindheit, queerer Selbstfindung und Literaturbetrieb. Sein Blick ist zärtlich und kritisch zugleich.


Inspiriert von der Philosophin Donna Haraway entwickelt er ein tentakuläres Verständnis von Welt und hinterfragt binäre Ordnungen, heroische Narrative und hierarchische Menschenbilder. Literarisch eigenwillig schreibt Graeff über Queerness, Ökologie, Polykrisen und solidarische Formen des Zusammenlebens.


Der Ort der Buchpremiere verknüpft sich mit dem Inhalt des Buches: In seiner Eröffnungsrede zu den Queeren Wochen 2023 sprach Alexander Graeff, Leiter der BrotfabrikLiteratur, bereits über queere Oktopoden und Maulwürfe. Seitdem ist der Oktopus in der Brotfabrik ein gern gesehener Gast.


An dem Abend tritt er nun erneut in den Dialog, ebenso mit Quallen und Hunden. Alexander Graeff liest auf Einladung von Stefan Kreißig, dem Leiter der BrotfabrikBühne, aus seinem neuen Buch und spricht mit Nadine Kube darüber, wie wir Tentakel ausbilden können.


Alexander Graeff ist Schriftsteller, Philosoph und Literaturvermittler. Er ist Leiter des Programmbereichs Literatur im Kulturzentrum Brotfabrik Berlin, engagiert sich in der Queer Media Society für mehr queere Sichtbarkeit im deutschsprachigen Literaturbetrieb und hat die Lesereihe »Schreiben gegen die Norm(en)?« ins Leben gerufen. Er schreibt Lyrik, Prosa und Essays und lebt in Berlin.


Nadine Kube ist Content-Strategin und Redakteurin, Coach und Dozentin für Marketing und Literarisches Schreiben. Sie liebt es, rote Fäden zu verflechten, und hat sich in ihrem Schaffen der Kunst der Narration und Kommunikation verschrieben. Unter ihrem Label txt.werkstatt arbeitet sie konzeptionell rund um das Thema Storytelling. Ihr Motto: »Identität braucht eine Sprache.« Sie lebt in Potsdam und Nordfriesland.

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