Man merkte also auch hier wieder: Beth Gibbons bleibt eine Ausnahmesängerin mit ihrem eigenen Tempo, die sich nur meldet, wenn sie etwas zu teilen hat.
Die zehn Songs auf „Lives Outgrown“ haben bis heute eine ähnlich hypnotische Wirkung wie ihre Portishead-Lieder, auch wenn sie musikalisch anders funktionieren, dem Folk und dem Jazz näher sind. Aufgenommen hat sie diese mit zwei namhaften Mitstreitern: Drummer Lee Harris von Talk Talk und Produzent James Ford (Arctic Monkeys, Florence and The Machine, Depeche Mode). Harris war schon früh an Bord und half Gibbons dabei, den richtigen Groove und den richtigen Klang für die Platte zu finden.
Beth Gibbons bringt also ein letztes Mal die Band zusammen, die in den letzten Jahren diese unfassbar atmosphärischen Konzerte zu diesem Album prägte – eine Erfahrung, die man nicht verpassen sollte. Vor allem, weil man bei ihrem Tempo nie weiß, wie viele Jahre es dauern wird, bis man sie wieder auf einem Konzert erleben kann.
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