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In einer Welt der Multikrisen erschüttern ökologische Bedrohungen, geopolitische Konflikte und gesellschaftliche Verwerfungen vermeintliche Gewissheiten. Sicher erscheint eigentlich nur eins: Es kommt anders als gedacht. Lässt es sich darauf vorbereiten? Was braucht es für eine Zukunft, von der niemand weiß, was sie bringt?


Prepper legen Vorräte an, sammeln Ausrüstung, lernen Survival-Techniken und spielen mögliche Krisenszenarien durch, um sich und ihr unmittelbares Umfeld abzusichern. Das geläufige Bild dazu liefern gehortete Konservendosen, Klopapier und isolierte Männlichkeit. Echte Handlungsmacht sieht anders aus.

Prepping for the Unexpected stellt der Logik der individuellen Absicherung eine andere Idee von Vorbereitung gegenüber: eine, die auf geteiltes Wissen, verfügbare Ressourcen und kollektive Handlungsfähigkeit setzt.


Dafür bringt die Veranstaltung Prepping in ein Spannungsverhältnis zur Improvisation. Ob im Theater, in der Musik oder im Katastrophenmanagement:

Improvisation setzt Wissen, Erfahrung und eingeübte Fertigkeiten voraus – und die Bereitschaft, im entscheidenden Moment vom Erprobten abzuweichen. Vorbereitung liefert hier keinen fertigen Plan. Sie schafft ein Repertoire für Situationen, die sich nicht planen lassen.


Prepping for the Unexpected versammelt künstlerische, theoretische und praktische Impulse, die diese andere Form der Vorsorge beleuchten und erproben.


Die Künstlerin, Kuratorin und Ingenieurin für Landschafts- und Freiraumplanung Dr.-Ing. Margit Schild teilt in einem Input ihre Forschung zu Zeitkrisen und die Rolle provisorischer Lösungen und künstlerischer Strategien für deren Bewältigung.


Der Beitrag findet in deutscher Sprache statt.



Performerin Nolundi Tschudi verkörpert in ihrer Arbeit ERUPTIVA EXTRAVAGANZA den Vulkan als Drag-Persona des Katastrophischen und erkundet das transformative Potential der Zerstörung.


Die Performance findet auf deutscher Sprache statt.



In einer gemeinsamen Prepping-Aktion aller Teilnehmenden wirft Philosophin Dr. Eva Backhaus einen wissenschaftlichen Blick auf Prepping als verbindende Praxis und auf Improvisation als Form widerständigen Handelns.


Der Beitrag findet auf englischer Sprache statt



Als PARTICLE TRIALITY begegnen sich Sofia Salvo (Saxofon), Dan Peter Sundland (Bass und Stimme) und Valentin Schuster (Schlagzeug) in einer frei improvisierten Performance, die Klang, Bewegung und Raum miteinander verbindet und Improvisation als soziale Praxis lebt.



Die Künstlerin Luiza Prado stellt in ihrer Performance The Sermon of the Weeds eine physische Verbindung zwischen dem Kampf für reproduktive Gerechtigkeit und dem alten Wissen um Pflanzenmedizin in Form eines geteilten Rituals her.


Die Performance findet in englischer Sprache statt.



Ablauf:

  • 11 Uhr Doors Open
  • 12 Uhr Dr.-Ing. Margit Schild: Improvisieren in Krisen und Katastrophen - was ist das, wie funktioniert es und was muss geschehen, damit wir darin besser werden?
  • 13 Uhr Nolundi Tschudi: ERUPTIVA EXTRAVAGANZA (Performance)
  • 13.30 Uhr Pause
  • 13.45 Uhr Dr. Eva Backhaus: Wissenschaftlicher Input und gemeinsames Prepping.
  • 15 Uhr Pause
  • 15.30 Uhr Particle Triality (Konzert)
  • 16 Uhr Pause
  • 16.15 Uhr Luiza Prado: The Sermon of the Weeds (Performance)

Termine
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