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Die Reihe „OUT OF THE BOX – NATUR UND NACHT“ des Museum für Naturkunde Berlin findet in der Zionskirche Berlin statt - Wem gehört die Nacht? Und welche Bedeutung hat die Dunkelheit für Mensch, Natur und Gesellschaft? Diesen Fragen widmet sich die nächste Veranstaltung.


Während Tiere und Pflanzen an die Dunkelheit angepasst sind, hat der Mensch die Nacht durch künstliches Licht und eine zunehmend permanente Verfügbarkeit von Arbeit, Kommunikation und Unterhaltung verändert.


Mitwirkende im Gespräch

  • Sophia Kimmig, Wildbiologin und Autorin
  • Jan van Zeeuw, Schlafforscher, Chronobiologe und Neurowissenschaftler
  • Katharina Wolf, Kulturmanagerin und Nachhaltigkeitsberaterin der Berliner Clubszene
  • Moderiert von Maike Weißpflug

Die zweite Ausgabe von OUT OF THE BOX widmet sich dem Thema Natur & Nacht.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bedeutung die Nacht für uns hat – als natürlicher Rhythmus, als kultureller Raum und als Ort besonderer Erfahrungen.


Denn die Nacht ist nicht nur die Abwesenheit von Tageslicht, sondern ein eigener Lebensraum:

Während wir schlafen oder feiern, jagen Fledermäuse, ziehen Insekten durch die Dunkelheit, blühen Nachtpflanzen und entstehen Verbindungen, die am Tag unsichtbar bleiben.


Während die Natur seit Millionen von Jahren von den Wechseln zwischen Tag und Nacht geprägt wird, hat der Mensch die Dunkelheit zunehmend zurückgedrängt.


Die Stadt, die niemals schläft:

Künstliches Licht macht die Nacht verfügbar.

Arbeit, Kommunikation und Unterhaltung kennen keine festen Grenzen mehr.


Doch die Natur kennt keine permanente Verfügbarkeit:

Viele Tiere orientieren sich an der Dunkelheit, Pflanzen folgen eigenen Zyklen, und auch der menschliche Körper trägt die Spuren dieser uralten Taktung in sich.

Und doch zieht es Menschen seit jeher in die Nacht.


Ist das Nachtleben eine Rebellion gegen natürliche Rhythmen oder vielleicht eine eigene Form davon?

Warum erleben manche Menschen die Nacht als Raum der Freiheit und Zugehörigkeit, während andere ihr mit Unsicherheit oder Einsamkeit begegnen?

Wem gehört die Nacht überhaupt?

Den Feiernden, den Arbeitenden, den Schlafenden, den Tieren oder denjenigen, die sonst keinen Platz finden?


Gerade in einer Stadt wie Berlin, die weltweit für ihre besondere Nachtkultur bekannt ist, berühren diese Fragen mehr als nur das Thema Freizeit.

Sie erzählen etwas darüber, wie wir Gemeinschaft gestalten, wie wir mit Freiheit umgehen und welche Räume wir für Begegnung schaffen.


Die Nacht macht sichtbar, was am Tag oft

verborgen bleibt:

unser Bedürfnis nach Verbindung, nach Grenzerfahrungen und nach Momenten, in denen wir Teil von etwas Größerem werden.


Weitere Informationen

  • Die Veranstaltung ist kostenfrei
  • eine Anmeldung ist notwendig unter
Zusätzliche Informationen
Termine
Oktober 2026
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