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Audio-Performance von Po:era (Lucas Lacerda & Daniel Weyand)

Seit Anbeginn der Zeit erzählen wir uns gegenseitig Geschichten darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein, woher wir kommen und wo wir hingehören. Einige dieser Geschichten prägen unser Leben bis heute, während andere in Vergessenheit geraten sind.

„Part of Us“ lässt eine solche Erzählung wieder aufleben: die Fabel von einem Urvogel, dem letzten seiner Art, von dem man glaubt, dass er jahrhundertelang allein um die Welt gereist ist, auf der Suche nach einem Gefährten, der mit derselben Stimme singt. Während ein Enkel diese Reise nacherzählt und dabei in Erinnerungen an seine Großmutter schwelgt, spiegelt die Geschichte unsere eigene Suche nach alten und neuen Wegen des Zusammenseins wider. Das Publikum folgt der Suche nach dem verschwundenen Fabelvogel und knüpft wieder an gemeinsame Erinnerungen, Geschichten der Vorfahren und Formen des Wissens an, die jenseits wissenschaftlicher Erklärungen liegen. Sein Name, Nô, erinnert an das portugiesische Wort „nós“ („wir“) und verkörpert die zentrale Idee des Stücks: dass wir Teil voneinander sind, verbunden durch gemeinsame Geschichten und Fürsorge.

Durch den Dialog zwischen den Generationen begreift die Inszenierung Vorfahren als lebendige Präsenz, die die Gegenwart weiterhin prägen. Anstatt Zeit als linear darzustellen, schlägt „Part of Us“ ein zirkuläres Zeitverständnis vor, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nebeneinander bestehen. Auf dieser Reise offenbart das Werk, wie Geschichten, Erinnerungen und Zuneigung uns trotz unserer Unterschiede weiterhin verbinden.

Die Performance lädt das Publikum zu einem immersiven Theatererlebnis mit kabellosen Kopfhörern ein. Der brasilianische Schauspieler und Regisseur Lucas Lacerda führt die Teilnehmer durch die Gänge und Ausstellungsräume des Museums und spricht dabei über seine Beziehung zu seiner Großmutter, kollektive Erinnerungen und die vielen Mythen rund um den heiligen Vogel Nô.

„Part of Us“, eine Arbeit des deutsch-brasilianischen Duos Po:era (Lucas Lacerda und Daniel Weyand), wurde bereits in Salvador da Bahia, São Paulo und Bauru in Brasilien aufgeführt und kommt nun endlich nach Deutschland. Auf der Grundlage ortsspezifischer Recherchen an jedem Veranstaltungsort sowie partizipativer Workshops mit lokalen communities schreiben die Künstler*innen neue Erzählelemente im Dialog mit den menschlichen und nicht-menschlichen Bewohner*innen der Orte.

Für das Festival Transkontinental reflektiert die Performance das Erbe und die Erinnerungen rund um den Wiederaufbau des Berliner Schlosses, das nicht nur die Ausstellungen des Ethnologischen Museums beherbergt, sondern auch eine Vielzahl von Fragen, Positionen, Widersprüchen und persönlichen Beziehungen.

Beteiligte

Regie, Skript und Darsteller: Lucas Lacerda

Skript, Sounddesign und Darsteller: Daniel Weyand

Gast: Norma Lacerda

Produktionsassistenz und Künstlerbetreuung: Luciana Lacerda

Management und Logistik: Khazar Masoumi und Gabi Gonçalves

Musikalische Mitarbeit: Samaquias Lorta

Bewegungskünstlerische Mitarbeit: Marcelo Galvão

Produktion: Po:era

Koproduktion: Corpo Rastreado & Corpo Afora, São Paulo

- 16 EUR / ermäßigt 8 EUR - Tickets bald erhältlich

- Bitte buchen Sie Ihr Ticket vorab online oder an der Kasse im Foyer.

- Start: Mechanische Arena im Foyer

- ab 12 Jahre

- Sprache: Deutsch

- Gehört zu: Transkontinentale 2026

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Zusätzliche Informationen
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