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Albumrelease-Konzert

Wenn Musik nicht nur klingt, sondern verwandelt – dann ist sie angekommen. Mit seinem Debütalbum "Big Mama Society" präsentiert der italienische Komponist, Gitarrist und Produzent Enrico Olivanti eines der ambitioniertesten und vielschichtigsten Projekte der aktuellen europäischen Jazzszene: ein zehnköpfiges multikulturelles Ensemble, das Grenzen zwischen Genres, Kulturen und Klangwelten nicht überbrückt, sondern aufhebt.

Transformation ist das zentrale Thema dieses Albums – nicht als abstraktes Konzept, sondern als gelebte künstlerische Erfahrung. Inspiriert von C.G. Jungs Theorie der Individuation und dem taoistischen Prinzip des Wu Wei, durchquert die Musik von "Big Mama Society" ein weites stilistisches Spektrum: von elektronischen Klanglandschaften

über mediterrane Melodien, Tango und brasilianische Rhythmik bis zu Jazz-Improvisation und sinfonischen Elementen. Jeder Stilwechsel ist dabei kein Bruch, sondern eine Verwandlung – ein Durchgang von einer Welt in eine andere.

Die "Big Mama" steht als universeller Archetyp: das transformative, zyklische Prinzip des Lebens selbst. Wachstum, Migration, Krise, Wiedergeburt – das Album begleitet diese Reise mit einer emotionalen Direktheit, die das Publikum einlädt, die eigene Verwandlung anzunehmen. Enrico Olivanti, in Italien geboren und seit Jahren in Berlin lebend, komponiert elektronische Musik, schreibt für Orchester und Kammerensembles – und trägt diese Vielschichtigkeit in jede Komposition. Was auf diesem Album klingt, entsteht nicht aus einer theoretischen Konstruktion, sondern aus dem gelebten Erleben eines Menschen, der zwischen Kulturen, Sprachen und musikalischen Welten lebt und in dieser Schwebe seinen künstlerischen Ausdruck gefunden hat.

Als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und Träger des DAAD-Stipendiums verbindet er akademische Tiefe mit unverkennbar persönlicher Stimme. Die Themen des Albums – Migration, Individuation, spirituelle Verwirklichung, Akzeptanz des Wandels – sind keine abstrakten Ideen, sondern Kapitel seiner eigenen Geschichte.

"Big Mama Society" ist zugleich der erste Ausdruck eines größeren künstlerischen Forschungsprojekts: Pacha Sonora – ein transkulturelles Projekt, das andine

Kosmologie, Klang und partizipative Musikpraxis miteinander verbindet und Musik als ontologischen Transformationsraum begreift. Was auf diesem Album klingt, ist der erste

Schritt einer langen, weltumspannenden Reise.

  • Datum: 17. Oktober 2026
  • Uhrzeit: 20:00 Uhr
  • Ort: House of Music Berlin

Zehnköpfigen Ensemble:

Karoline Weidt und Domino Spada (Vocals), Matej Korbelic (Trompete/Flügelhorn), Edgar Neumann (Baritonsaxophon / Bassklarinette), Zuzanna Wiszowaty (Violine), Johann von Ruthendorf (Cello), Carlo Ferro (Piano / Synthesizer), Kevin Knödler (E-Bass), João Raineri (Drums / Percussion) und Enrico Olivanti (Gitarren / Bouzouki / Elektronik / Direktion).

Termine
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