Aktionstag in Tempelhof-Schöneberg
Außerdem fährt der Bus zur Fliegersiedlung »Gartenstadt Neu-Tempelhof«. Dort besichtigen Sie einen der vier Flachbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, die 1940/41 zum Schutz der Bevölkerung vor Luftangriffen errichtet wurden. Ein Bunkerexperte vor Ort gibt eine kurze Einführung und beantwortet Fragen.
Außerdem führt die Bustour zum Schwerbelastungskörper. Mitte der 1930er-Jahre plante das NS-Regime eine radikale Umgestaltung Berlins zur „Welthauptstadt Germania“. Der Architekt Albert Speer entwarf gigantische Bauwerke für die neue Nord-Süd-Achse. Um zu prüfen, ob der Berliner Boden das Gewicht der geplanten Bauwerke tragen konnte, ließ Speer 1942 einen Schwerbelastungskörper errichten: 13.000 Tonnen Beton, 14 Meter hoch und 18 Meter tief. Heute steht dieser Koloss als letztes Überbleibsel der nationalsozialistischen Stadtplanung für die Nord-Süd-Achse. Ob der Boden der Belastung standgehalten hätte, erfahren Sie bei der Führung.
Diese Tour ist Teil des Festivals der Berliner Industriekultur.
Zusätzliche Informationen
Mit dem Festival der Berliner Industriekultur können Sie die Stadt aus einer neuen Perspektive entdecken. Rund 100 Veranstaltungen vom 12. September bis 4. Oktober machen das sichtbare und unsichtbare Erbe der Industrialisierung erlebbar.
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