In einer der unwirtlichsten Regionen der Erde überleben sie nicht durch Konkurrenz, sondern durch Kooperation: Sie formieren sich zu dichten Gruppen, teilen Wärme in stetiger Bewegung. Keine Hierarchien, keine Reviere – nur Nähe und gegenseitige Abhängigkeit.
Wo menschliche Gesellschaften unter Druck oft auseinanderbrechen, bestehen sie, indem sie zusammenbleiben. Ihr „Huddle“ verkörpert eine Form kollektiver Resilienz, die in unserer individualisierten Welt zunehmend selten erscheint – und wirft die Frage auf: Was haben Menschen in ihrem Streben nach individuellem Erfolg von ihrer Fähigkeit verloren, einander zu tragen?
In einem engen Zusammenspiel von Tanz, Live-Musik und Szenografie übersetzt Tous sur la banquise (Alle auf der Eisscholle) dieses Phänomen in eine körperliche Sprache. Körper verdichten sich, verschieben sich, organisieren sich neu – zwischen Mensch und Tier, Struktur und Instinkt.
Eine visuell eindrückliche Arbeit über die Fragilität menschlicher Existenz – und darüber, wie der menschliche Körper im Miteinander den Herausforderungen dieser Zeit begegnet.
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