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Free Jazz und die Mauer - neue Klangwelten in Ost- und West. Jazz im geteilten Berlin, 1950-1970

Free Jazz und die Mauer – Neue Klangwelten in Ost- und West - Diskursformat: Wolf Assi Glöde (Jazzkeller 69) im Gespräch mit Friedhelm Schönfeld und Heiner Reinhardt.

1. Set:

  • Helmut "Joe" Sachse - guitar, percussion
  • Heiner Reinhardt - bass clarinet

2. Set:

  • Helmut "Joe" Sachse - guitar, percussion
  • Joe Hertenstein - drums

Diskurs

  • Friedhelm Schönfeld (Komponist, Saxophonist) zum Jazz in Ost-+Westberlin 1950 bis 1983
  • Heiner Reinhardt (Saxophonist) u. a. zum Jazzkeller Treptow 1976 bis jetzt
  • "Assi" Glöde (aktiver Jazzfan) 1982 bis 2023 verantwortlich für die Programmgestaltung

Wie veränderte der Mauerbau die Entwicklung des Jazz? Welche Freiräume blieben Musikerinnen und Musikern in der DDR – und wie entstand daraus eine spannende Free-Jazz-Szene?

Der zweite Abend der Reihe „Hot and Free? Jazz im geteilten Berlin, 1950–1970“ widmet sich den Pionieren des DDR-Jazz und der Entwicklung des Free Jazz in den 1960er und 1970er Jahren. Zwei Generationen sind in Gespräch und Konzert vertreten.

Friedhelm Schönfeld gehört zu den bedeutendsten Zeitzeugen des Jazz in Berlin seit den 1950er Jahren. Heiner Reinhardt und Helmut „Joe“ Sachse prägen den Jazz seit den 1970er Jahren.

Friedhelm Schönfeld studierte von 1950 bis 1958 in Berlin Klarinette, Klavier und Komposition. Anschließend war er zunächst in verschiedenen Tanzorchestern tätig und wurde 1960 erster Alt- und Solosaxophonist im Rundfunk-Tanzorchester Berlin, bevor er zu einer Schlüsselfigur des modernen Jazz und des Free Jazz in der DDR wurde.

Er begann seine Karriere bereits vor dem Mauerbau, prägte den Aufbruch des modernen Jazz in der DDR und entwickelte den Weg vom Hot Jazz über den Modern Jazz bis hin zum Free Jazz entscheidend mit. Zugleich erlebten sie die politischen Restriktionen und den kulturellen Wandel des Kalten Krieges aus nächster Nähe.

Helmut „Joe“ Sachse begann Anfang der 1970er Jahre autodidaktisch Jazz zu spielen und studierte von 1973 bis 1978 im Fernstudium Gitarre an der Hochschule für Musik Weimar; während dieser Zeit leistete er als Wehrdienstverweigerer den Bausoldatendienst in der DDR. Anschließend spielte er unter anderem mit Manfred Schulze.

Heiner Reinhardt studierte von 1974 bis 1979 Saxophon an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Ost-Berlin und arbeitete anschließend zunächst im Quintett von Andreas Altenfelder. Seit den frühen 1980er Jahren gehörte er unter anderem zum Günter Sommer Trio und zum Manfred-Schulze-Bläserquintett, bevor er mit Entropie sein eigenes Ensemble gründete.

Das Konzert wird umrahmt von einem Gespräch über die Entwicklung des Jazz in Ost-Berlin und den Austausch mit West-Berlin. Wolf „Assi“ Glöde, eine prägende Persönlichkeit des legendären Jazzkeller 69, Friedhelm Schönfeld und Heiner Reinhardt sprechen über die Anfänge des modernen Jazz in der DDR, den Einfluss des Mauerbaus und die besondere Rolle des Jazzkeller 69 für die Jazzszene in Ost Berlin in den 1970er Jahren.

GEFÖRDERT VON DER LOTTO STIFTUNG BERLIN

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