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Die große Unordnung

Spätestens seit der Wiederwahl Donald Trumps wird deutlich: Eine gewaltvolle multipolare Weltordnung entsteht. Autokratische Tendenzen auch in ehemals liberalen Demokratien verknüpfen sich mit der Rückkehr imperialer Großmachtfantasien. Zugleich verlieren die Kompassachsen Ost-West und Nord-Süd für die Darstellung geopolitischer Verhältnisse in einer sich radikal verändernden Welt zunehmend an Bedeutung.

In Frage steht dabei das Erbe liberaler Institutionen und internationaler Kooperationen. Auch eine post-koloniale Perspektive, die sich aus der Kritik westlicher Politik speist, reicht für die Beschreibung aktueller geopolitischer Konflikte nicht aus. Zugleich prägen die großen Konfliktlinien der Welt die deutsche postmigrantische Gesellschaft und bedrohen den sozialen Frieden.

Die dritte Ausgabe der Thementage Reflexe & Reflexionen, die wieder von der Politologin Saba-Nur Cheema und dem Historiker Meron Mendel kuratiert wird, steht auch im Zeichen des 75. Jubiläums der Berliner Festspiele.

Als Kulturinstitution, die mit der wechselvollen Geschichte Berlins verbunden ist, untersuchen die Berliner Festspiele in ihrem Jubiläumsjahr die Auswirkungen aktueller geopolitischer Verwerfungen für offene Gesellschaften.

Wohin sollen gesellschaftliche und kulturelle Akteure und Institutionen sich heute wenden? Welche neuen Koordinaten bieten Orientierung?

In der Erörterung dieser Probleme kommen neben prominenten Sprecher*innen aus Politik, Wissenschaft und Kultur zum ersten Mal auch Berliner Schülerinnen zu Wort.

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