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«Was ist unser Leben? Ein Spiel! Gut und Böse sind nur Träume, Arbeit und Ehrlichkeit bloß Lügen», resümiert Hermann in Pique Dame fatalistisch, als er am Spieltisch seinem Ende entgegenblickt. Auf der Novelle Puschkins fußend, zeichnet Tschajkowski eine Welt, in der ökonomische Unterschiede dominieren und das Recht des Stärkeren gilt.

Um jeden Preis muss Hermann dem gesellschaftlichen Stand seiner Geliebten Lisa gerecht werden; er verspricht sich Reichtum durch das fluchbeladene Kartengeheimnis der Gräfin.

Doch die Hoffnung auf Glück verpufft in einer Spirale der Obsession, die Hermann in den Abgrund reißt.

Doris Soffel kehrt als Gräfin zurück in die Inszenierung von Sam Brown. Die Lisa gibt neu Elena Guseva, als Hermann ist Hausdebütant Arsen Soghomonyan zu erleben – beide haben die Partien an Bühnen von Mailand bis New York verkörpert.

Mit Stéphane Degout und Alexey Markov sind zwei große Baritone unserer Zeit als Prinz Jeletski bzw. Graf Tomski zu sehen.

Die musikalische Leitung hat der ukrainische Dirigent Kirill Karabits.

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