Minh Duc Pham
Ausgangspunkt sind die Arbeitsabkommen der DDR mit ihren sozialistischen Bruderstaaten, die auf zeitlich befristete Beschäftigung und Austauschbarkeit ausgerichtet waren. Nach der Wende führten sie vielerorts zu Kriminalisierung und drohender Abschiebung.
Die darin angelegte Logik der Verwertbarkeit wirkt fort: Migrantisierte Personen werden bis heute in nutzbare Arbeitskraft und unerwünschte Gruppen unterteilt und gegeneinander ausgespielt.
“Be Right Back” versteht Einsamkeit dabei nicht als privates Empfinden, sondern als politisch hergestellten Zustand, der aus Mobilitätsregimen, ökonomischem Druck und verwehrter Zugehörigkeit entsteht.
Sorgearbeit über Distanz, finanzielle Erwartungen und alltägliche Diskriminierung werden dabei individualisiert und aus dem öffentlichen Diskurs ausgelagert.
In einer Gegenwart, in der neue Anwerbeabkommen entstehen und gleichzeitig gesellschaftliche Zugehörigkeit erneut verhandelt und eingeschränkt wird, folgt die Arbeit den Spuren dieser historischen Kontinuitäten.
Zwischen Archiv und Erinnerung wird jene Einsamkeit erkennbar, die diasporischen Erfahrungen strukturell abgesprochen wird.
Zusätzliche Informationen
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